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Drei Wochenenden Vollsperrung
Vorgeschmack: Die aktuellen Gasleitungsarbeiten behindern den Verkehr auf der B 462 beim 'Ochsen' in Hilpertsau. Foto: Götz
03.06.2017 - 00:00 Uhr
Von Raimund Götz

Gernsbach - Wie schon die Sanierung der Bundesstraße 462 bei Ottenau sowie zwischen Forbach und Raumünzach wird die Erneuerung der Fahrbahndecke im Bereich Gernsbach und Hilpertsau deutliche Einschränkungen für den Verkehr und die Anwohner in Gernsbach, Obertsrot und Hilpertsau mit sich bringen. Von diesen bevorstehenden Behinderungen konnten sich Interessierte bei der Informationsveranstaltung am Donnerstagabend in der Stadthalle Gernsbach ein Bild machen.

Lars Lau und Christina Llama vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Baureferat Mitte, erläuterten detailliert die rund zwei Millionen Euro teuren Baumaßnahmen und stellten sich danach den Fragen der Anwesenden. Ziel der Sanierung ist die Fahrbahndeckenerneuerung sowie die Renovierung der Entwässerung der rund drei Kilometer langen Strecke. Die Ortsdurchfahrt Hilpertsau wird mit einer lärmarmen Deckschicht versehen.

Ausgehend vom Knotenpunkt B462/L76b (Bahnübergang Hilpertsau/Reichental) bis zum Südausgang des Gernsbacher Tunnels ist die Baumaßnahme in drei Abschnitte unterteilt. Begonnen wird am 10. Juli mit dem Bauabschnitt eins vom Knotenpunkt B462/L76b bis zum "Ochsen" in Hilpertsau; Abschnitt zwei betrifft den Bereich bis zur Sebastian-Gruber-Brücke Obertsrot. Abschnitt drei führt bis zum südlichen Tunnelportal Gernsbach.

Ende September sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. Wegen der geringeren Strapazierfähigkeit der lärmmindernden Deckschicht, die bei Kreuzungen durch erhöhte Beschleunigungs- und Verzögerungskräfte stärker beansprucht wird, wird an diesen Stellen die "normale" Deckschicht aufgebracht. Während der Baumaßnahmen ist die Straße halbseitig befahrbar - es gibt eine Ampelregelung.

Eine Ausnahme ist das Aufbringen der Deckschicht, das an drei Wochenenden unter Vollsperrung erfolgen wird. Die Umleitungen sowie die Sperrungen der Kreuzungen werden rechtzeitig bekanntgegeben. Sie erfordern besonders von den Anwohnern in Obertsrot und Gernsbach viel Gelassenheit und Geduld, kündigten Lau und Llama an.

Größtes Problem sei die Umleitung bei der Vollsperrung während der Deckarbeiten beim Bauabschnitt eins. Das vordere Murgtal kann dann talabwärts nur über Baden-Baden erreicht werden.

Die Einwohner des Bergdorfs Reichental könnten Gernsbach auch über Wildbad, Bad Herrenalb und Loffenau erreichen. Während der Vollsperrung in den Bauphasen zwei und drei ist eine Umleitung für Pkw über die K3700 nach Obertsrot vorgesehen.

Der Lkw-Verkehr wird an diesen Wochenenden über die L78 geführt. Mit der großräumigen Umleitung des Schwerverkehrs schon ab der A5 zur B500 soll eine Entlastung an der Baustelle erreicht werden. "Es ist schwierig hier zu bauen, das ist uns bewusst", meinte Lars Lau am Ende seines Vortrags, "aber es ist notwendig und wir werden versuchen, es so verträglich wie möglich für die Anwohner zu gestalten." Er versprach, die Einwohner und die ansässigen Firmen über den Fortgang und die Sperrungen zu informieren.

Bedenken wegen der Durchfahrtsmöglichkeiten von Feuerwehr und Rettungsfahrzeugen konnte Lau zerstreuen. Bei Einsätzen fahren diese Fahrzeuge eben durch die Baustelle. Er versprach, dass es während des Gernsbacher Altstadtfests keine Vollsperrung geben werde.

Eine weitere Frage betraf den Abschnitt, bei dem der lärmmindernde Asphalt eingebaut wird. Neben den Kreuzungen ist auch die Einfahrt der Firma Casimir Kast bis zur Talstraße (Bahnübergang) ausgenommen. Von vielen Anwesenden wurde diese Entscheidung kritisiert. Sie waren der Meinung es könnten auch die rund 200 Meter dazwischen mit der lärmreduzierenden Decke versehen werden. Lau versprach, die Angelegenheit nochmal zu prüfen.

Dass die momentane Verlegung der Gasleitung in Hilpertsau nicht zusammen mit der Deckenerneuerung durchgeführt wird, liegt laut Lau an der Unterschiedlichkeit der Arbeiten. Es könnte dabei zu deutlichen Verzögerungen kommen. Mehrere Bürger beschäftigte der Zustand der Schachtdeckel. Diese müssten immer wieder angehoben werden. Es sei sinnvoll, diese zu verlegen. Für Lau ist das keine Sache der Deckensanierung, sondern der jeweiligen Gemeinden und des Abwasserzweckverbands.

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