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Musik spornt zu Höchstleistungen an
Giacomo Spagnulo, der aus dem Elsass kommt und im Rasenkraftsport für den TV Langenbrand startet, bei einem seiner Würfe im Hammerring. Foto: Vogt
13.06.2017 - 00:00 Uhr
Forbach (kv) - "Wir kommen nächstes Jahr wieder!" Nach einem langen Wettkampftag verabschiedeten sich Sportler und Trainer am Sonntagabend vom Helferteam der LAG und des TV Langenbrand. Freundschaftlich umarmten und knufften sich Athleten zum Abschied. Zuvor hatten sie sich im Ring in erbitterten Wettkämpfen über sechs Durchgänge hinweg an und über ihre Bestleistungen hinaus gesteigert - angefeuert von einem begeisterten Publikum und getragen von ihrer Lieblingsmusik.

Wieder einmal hatte das "Hammerwerfen mit Musik" Sportler aus ganz Deutschland (und Europa) nach Langenbrand gezogen. Beim einen oder anderen Wettkampf hatte man fast sogar das Gefühl, dass da "kleine deutsche Meisterschaften ausgetragen werden", merkte Stadionsprecher Adi Marxer bei der Vorstellung der Wettkampfgruppen an.

Man kennt sich in der Szene. Auch neugierige Besucher, die nicht mit dem Hammerwerfen verbunden sind, waren überrascht, wie familiär und entspannt Sportler und Athleten gemeinsam das Event genießen: "Das ist ja eine tolle Stimmung hier!" Das lag sicher auch an der bunten Musikmischung, die den ganzen Tag über den Platz schallte, denn jeder Hammerwerfer durfte sich bei seinen Würfen von den DJs Lukas und Hannes Morlock seine Lieblingsmusik auflegen lassen. Auch die allerjüngsten LAG-Nachwuchs-Hammerwerfer, die am frühen Morgen den Wettkampf eröffneten: Emil Kroner (geb. 2009) und Jaron Wörner (2008) ließen sich nicht lumpen und legten zu martialischen Klängen beide eine persönliche Bestleistung auf den Platz.

Cup-Rekord geknackt

Das war der richtige Auftakt für die Murgtäler Hammerwerfergruppe um das Trainerduo Bernd und Bastin Wörner. "Mal sehen, ob unser Trainingslager jetzt die richtigen Früchte trägt", schaute Bernd Wörner hoffnungsfroh in die Runde, während sich der Platz hinter dem Werferring zunehmend füllte. Das Schiedsrichterteam um Obmann Alwin Merkel gab nach kurzer Einmesspause den Ring wieder frei. Karlheinz Molock hinter "Theo", dem elektronischen Vermessungsgerät, hatte immer ein Auge in Richtung Kampfrichter, der draußen auf dem Feld an der Aufschlagstelle des Hammers den Spiegel für die Vermessung ausrichtete.

"Wo sind denn die Hammerholer?", schallte es über den Platz, aber die Jungs, die eigentlich die Hämmer aus dem Feld zu den Werfern zurückbringen sollten, hatten sich selbst eine Pause in der kühlen Murg verordnet. Zu verlockend bei weit über 30 Grad, wenn Sonnenschirme und hohe Bäume zwar Schatten werfen, aber die Luft fast so heiß ist wie der Grill, der unablässig seine Wohlgerüche über den Platz wabern ließ.

Am heißesten ging es im Ring zu. Hochkonzentriert hatten alle Sportler nur ein Ziel: die eigene Saisonbestleistung toppen und vielleicht noch einen der Cup-Rekorde knacken. Die begehrten Geldpreise der Sparkasse gingen unter anderem nach Haguenau (Elsass). Giacomo Spagnulo (2002) stellte mit 64,99 Metern den Rekord von Tim Stößer (LAG) ein. Da beide für den TV Langenbrand auch im Rasenkraftsport starten, bleibt der Rekord sozusagen "in der Familie". Dem Favoriten Tristan Schwandke (1992) vom TV Hindelang gelang es in der Männerklasse, den Cup-Rekord von Andreas Sahner (1985, LC Rehlingen) zu knacken. Mit 69,85 Metern stand er oben auf dem Treppchen. Jubel gab es auch bei Tim Stößer (LAG, 1999, U20), der zum ersten Mal die magische 60-Meter-Marke hinter sich ließ. Er stand mit 60,38 Metern strahlend ganz oben auf dem Treppchen.

Auch die Startergruppe der Frauen und der weiblichen Jugend war gut besetzt: Der TV Limbach war mit den Zott-Drillingen Katharina, Franziska und Annalena angereist, die ihre Dominanz klar ausspielten. Tagessiegerin wurde Sophie Gimmler (LC Rehlingen, 1996), die mit 64,68 Metern den Cup-Rekord holte, den Preis als beste Frau des Wettbewerbs. Bernd Wörner war nach dem Wettkampftag sehr zufrieden: "Meine eigenen Jungs haben ihre Bestmarken fast alle verbessert, zum Teil sogar sehr deutlich. Es gab keine Verletzungen, eine Menge sehr guter Ergebnisse. Und wenn ich die strahlenden Gesichter sehe, dann weiß ich, die Mühe hat sich gelohnt."

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