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Feuerwehr lernt das neue "ABC"
Rund 30 Feuerwehrleute gehören zum Trupp des 'Gerätewagens Gefahrgut' bei der Feuerwehr Gaggenau. Foto: Bracht
14.06.2017 - 00:00 Uhr
Gaggenau (fmb) - Am neuen "Gerätewagen Gefahrgut" wird seit einigen Wochen eifrig geübt. Das Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr ersetzt den 31 Jahre alten Gerätewagen. Momentan sind rund 30 Angehörige der Einsatzmannschaft unter den Brandmeistern Ralf Riedinger und Ullrich Rieger im "Gefahrgutzug" tätig.

Vor über 30 Jahren hatte sich die Feuerwehr Gaggenau bereiterklärt, einen zusätzlichen Dienst im Bereich Umwelt für den ganzen Landkreis Rastatt zu übernehmen. Hierzu werden ständig Feuerwehrangehörige aus- und weitergebildet.

Mit dem neuen Fahrzeug hat der Landkreis nun ein Fahrzeug angeschafft, das auf dem aller neuesten Stand und für die Zukunft sehr gut gerüstet ist. Rund vier Jahre dauerte die Planungszeit, bis es im Februar diesen Jahres von der Aufbaufirma abgeholt werden konnte. Berücksichtigt werden musste eine europaweite Ausschreibung.

Das Fahrzeug stellt Geräte bereit, die für Sofortmaßnahmen bei der Bekämpfung von Unfällen mit gefährlichen Stoffen, einschließlich Mineralölen, erforderlich sind. Ebenso ist es geeignet zum Erkunden von ABC-Situationen sowie zur Menschenrettung bei solchen Gefahren. Gleichzeitig werden Materialien mitgeführt, die zum Auffangen, Abdichten von Lecks oder Umpumpen und Binden von Flüssigkeiten und Aufnehmen von Feststoffen geeignet sind.

Landrat dankt den Gaggenauern

Das Atego-Fahrgestell wurde von Daimler mit der neuesten Dieseltechnik nach Euro-6-Norm, bestückt. Es ist ausgestattet mit einem Automatikgetriebe und verfügt über 299 PS. Der Aufbau wurde von der Firma Gimaex aus Wilnsdorf hergestellt. Verarbeitet wurde ein Aluminium-Aufbau mit eloxiertem Alu-Profil. Heckseitig ist eine Ladebordwand angebracht, hinter der sich drei Rollcontainer (Abdichten, Umpumpen, Dekontamination) befinden. Hinter den beidseitigen Markisen versteckt sich eine LED-Umfeldbeleuchtung.

Ein ausfahrbarer Lichtmast mit sechs 50 Watt LED-Scheinwerfern erleichtert die Arbeit bei Nacht. Angebracht ist auch ein Heckwarnsystem mit vier gelben Leuchten, und auf dem Dach befinden sich drei Dachkästen für Auffangbehälter, Schleifkorbtrage aus Edelstahl und Garnituren für längere Einsätze.

Ein eingebauter Druckluftkompressor zum Betreiben von diversen Geräten sowie funkenfreies Werkzeug gehören ebenso dazu wie Schutzanzüge der unterschiedlichsten Schutzstufen. Messgeräte, Prüfröhrchen, Stromerzeuger, Atemschutz- und Funkgeräte in ausreichender Menge sind Teil der Beladung. Gleichzeitig führt dieser Gerätewagen ein pneumatisch aufzurichtendes Universalzelt mit sich. Dies ist gedacht als Umkleidezelt, Planungszelt für Einsatzleitungen, zur Aufnahme von Verletzten oder auch als Überstülpzelt bei Niederschlägen. Eine Dekontaminationsdusche kann innerhalb von 30 Sekunden aufgebaut werden. Hierzu gehört auch eine Hygienestation.

Mit allen diesen Geräten machen sich die Angehörigen seit Februar vertraut und haben bereits mehrere Einsätze gefahren. Mit viel Eifer absolvieren die Feuerwehrleute diese zusätzlichen Probentermine. Der Reiz des Neuen und die Herausforderung, diese vielseitige Technik zu beherrschen, motiviert die Gruppe ständig.

Bei der Einweihung bedankte sich Landrat Jürgen Bäuerle insbesondere bei der Stadt Gaggenau für die interkommunale Zusammenarbeit sowie bei der Gefahrguttruppe für ihre Arbeit. "Technik und Mensch müssen zusammenpassen", so der Landrat.

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