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Eidechsen sind ausgewandert
Die Folie am Eisenwerk soll verhindern, dass die Eidechsen zurückkehren. In diesem Bereich entsteht das letzte Teilstück des neuen Radwegs zwischen Rotherma-Querspange und Glasersteg,  Foto: Jahn
17.06.2017 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Erneut gibt es bei der "Tour de Murg" in Sachen Lückenschluss in Gaggenau eine zeitliche Verzögerung. Ursprünglich sollte in diesem Monat mit dem Bau des letzten Teils der Radwegverbindung zwischen Rotherma-Querspange und Glasersteg in Höhe des Eisenwerkgebäudes begonnen werden. Doch die Witterung machte einen Strich durch die Rechnung. Der Startschuss soll jetzt im Juli oder August erfolgen.

"Verantwortlich" für die Verzögerung sind die Mauereidechsen. Sie mussten in ein neues Gebiet in unmittelbarer Nähe umgesiedelt werden (Fachbegriff: "Vergrämung"). Ursprünglich war geplant, die Eidechsen beim Abbruch der alten Stützmauer abzufangen und in ein Ersatzbiotop umzusiedeln. "Es hat gereicht, die Eidechsen einfach zu verdrängen", berichtet Manfred Mayer, Pressesprecher der Stadt Gaggenau.

Das Gras zwischen der Mauer wurde entfernt und somit den Tieren eine Möglichkeit zum Unterschlupf genommen. Wie erhofft, wanderten die Tiere zum neuen Standort. Allerdings verzögerte sich der "Umzug" wegen der zwischenzeitlich für Eidechsen relativ niedrigen Temperaturen. Auf der alten Stützmauer liegt jetzt eine schwarze Folie. Diese soll verhindern, dass die Eidechsen an den alten Standort zurückkehren. "Das hat auch geklappt", so Mayer.

Mittlerweile ist durch das Landratsamt Rastatt auch die Freigabe zur Grundwasserabsenkung in diesem Bereich erfolgt. Diese ist Voraussetzung für den Bau der neuen Stützmauer. Die bisherige würde einen Radweg nicht tragen können, so Mayer. Es entsteht eine aus Stahlbeton.

Nach Abschluss der Arbeiten wird man davon aber nichts mehr sehen, da die neue Mauer mit Sandsteinen verkleidet wird. Die beauftragte Fachfirma ist laut Pressesprecher Mayer momentan damit befasst, die Planung anzupassen. "Frühestens im Juli 2017" solle mit der Baumaßnahme begonnen werden, nachdem die verschiedenen Vorarbeiten bereits seit Monaten laufen. "Ende dieses Jahres werden die Arbeiten wohl abgeschlossen sein", gibt der Pressesprecher einen Zeitplan.

60 Meter kosten rund 450000 Euro

Das letzte Teilstück des Radwegs ist etwa 60 Meter lang. Die Gesamtkosten für diesen Abschnitt belaufen sich nach früheren Angaben der Stadtverwaltung auf rund 450000 Euro. Laut einem Zuwendungsbescheid des Landes gibt es einen Zuschuss von 50 Prozent der zuschussfähigen Kosten nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Baden-Württemberg (LGFVG).

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