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Baugebiet fast vollständig belegt
Unmittelbar neben der Eichelberg-Grundschule können nun Einfamilienhäuser gebaut werden. Foto: Senger
20.06.2017 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Knapp vier Monate nach offiziellem Beginn sind nun gestern die Erschließungsarbeiten abgeschlossen worden. Im Baugebiet "Nördlich der Pestalozzistraße" können nun acht Bauplätze bebaut werden. Sieben sind bereits verkauft.

"Alles in der Nähe", freute sich Oberbürgermeister Christof Florus für die künftigen Bewohner: Schule, Kindergarten, Einkaufsmöglichkeit. Eine Lage wie hier sei rar geworden, nicht nur in Gaggenau. Der OB ging kurz auf die Vorgeschichte des Baugebiets ein - aus dem Kreis der Anwohner hatte sich Widerstand formiert, unter anderem wegen der zu erwartenden zusätzlichen Verkehrsbelastung. Diese sei eine Gefahr insbesondere für Kinder auf deren Schulweg, hieß es damals.

Der Gemeinderatsbeschluss für das Baugebiet sei einstimmig getroffen worden, betonte Florus rückblickend, und man habe die Bedenken der Anwohner entkräften können. Unter anderem ein Spielplatz und eine Lärmschutzwand werden noch errichtet.

Zwei Bauplätze weniger als ursprünglich vorgesehen wurden nun realisiert, um so einer zu großen Verdichtung entgegenzuwirken. Im neuen Baugebiet werden acht Bauplätze mit einer Größe zwischen 460 und 588 Quadratmetern entstehen. Insgesamt handelt es sich um knapp 4000 Quadratmeter Baulandfläche.

"Wir wachsen jedes Jahr um 400 bis 500 Einwohner", bilanzierte Florus die Entwicklung in der Gesamtstadt; dies sei mit ein Erfolg der Ausweisung von Baugebieten. Näher ging der OB auf diese Zahlen nicht ein.

Nur noch eines von acht Grundstücken ist im Baugebiet Pestalozzistraße frei. Aber auch hierfür laufen bereits Verkaufsgespräche, berichtete Stadtkämmerer Andreas Merkel. Anders als geplant, werde man also bereits 2017 den Verkauf der Grundstücke abgehakt haben.

Natalie Föry aus Bad Rotenfels ist eine der künftigen Bewohnerinnen - zusammen mit Ehemann Steven und Sohn Jannis (acht Monate). "Es war gar nicht so einfach, etwas Bezahlbares zu bekommen", erzählte sie von der Suche nach einem geeigneten Bauplatz in Gaggenau. Ipek Fidan wird künftig eine ihrer Nachbarn sein. "Das hat gut geklappt", freute sie sich im BT-Gespräch. Mit ihrem Mann Ugur - er stammt aus Mannheim - und Tochter Elis (elf Monate) wird sie künftig in Bad Rotenfels im Eigenheim wohnen.

Lärmschutzwand wird noch errichtet

Eigentlich sollte Ende Mai die Erschließung beendet sein. Wolfgang Kirn vom Erschließungsträger Pro Kommuna aus Pforzheim führte die Verzögerung auf einige zusätzlich notwendig gewordene Arbeiten zurück.

Wie mehrfach berichtet, hatte es nach Bekanntwerden des Vorhabens Einwände von Anwohnern und besorgten Eltern gegeben. Denn das Baugebiet grenzt direkt an den Schulkomplex Dachgrub: Grundschule, Realschule und ein Kindergarten befinden sich in unmittelbarer Nähe, ebenso die Erich-Kästner-Schule und die viel benutzte Sporthalle.

Ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Vereinsheim des Harmonika-Spielrings, was eine Lärmschutzwand von knapp 60 Quadratmetern notwendig macht. Die Erschließungsstraße wird "Wilhelm-Beile-Straße" benannt. Beile, der 2012 starb, war es, der 1963 die erste Hilfsschulklasse im Murgtal ins Leben rief. Er war Mitbegründer, Lehrer und Rektor der Erich-Kästner-Schule und einer der Gründer der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal.

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