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Last-Second-Remis für DFB-Elf als Bestätigung
Torjubel
15.11.2017 - 10:48 Uhr
Köln (dpa) - Joachim Löw war zufrieden. Das Last-Second-Tor von Lars Stindl zum 2:2 gegen Frankreich gab dem Bundestrainer ein gutes Gefühl zum Abschluss eines richtig guten Länderspieljahres.

«Es ist schön, wenn man in der 90. Minute den Ausgleich erzielt und das Jahr so beendet. Es war ein schöner Angriff über Mesut Özil und Mario Götze. Aber das Ergebnis hat nicht die absolute Priorität. Es ist gut, dass man bei einem Rückstand das Gefühl hat, man kommt zurück», sagte der Bundestrainer nach dem unterhaltsamen letzten WM-Test 2017 gegen die Équipe Tricolore am Dienstagabend in Köln.

Auch Mittelfeld-Lenker Toni Kroos hob den stimmungsfördernden Effekt des späten Ausgleichs für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hervor. «Das Ergebnis ist mir grundsätzlich nicht so wichtig, aber es freut mich, dass wir nicht verloren haben, denn wir hätten es nicht verdient gehabt. Ich finde, mit so einem Gefühl herauszugehen, noch ein Tor zu machen, ist wichtig», sagte der Real-Madrid-Profi.

Obwohl der erste Heimsieg gegen Frankreich seit 30 Jahren nach dem Doppelpack von Alexandre Lacazette und den deutschen Toren von Timo Werner und Stindl wieder nicht gelang, war die Erleichterung bei den Fußball-Nationalspielern doch spürbar. Nach Confed-Cup-Sieg und Rekord-Qualifikation wurde die Leistungssteigerung gegen technisch extrem starke und superschnelle Franzosen auch durch das spät gesicherte Remis zu einem Signal Richtung WM 2018. «Wir sind fußballerisch mit Frankreich und einigen anderen Nationen auf höchstem Niveau. Was man bei einem Turnier braucht, ist mentale Stärke und körperliche Robustheit», sagte Löw.

Löw sieht seine WM-Kandidaten Richtung Russland auf dem richtigen Weg. Der Doppel-Test gegen England (0:0) und Frankreich, bei dem er alle seiner 20 Feldspieler einsetzte, hat ihn darin bestätigt. «Die Spieler wissen, worum es geht. Über das Wesentliche haben wir immer wieder gesprochen, was wir erwarten, mit welcher Einstellung die Spieler die Saison durchziehen müssen. Es geht um Feinabstimmung in der Defensive, Kompaktheit und Organisation», sagte der 57-Jährige.

Zwei Gewinner hatte der Frankreich-Test hervorgebracht. Mario Götze spielte erstmals seit 364 Tagen wieder für Deutschland und setzte damit seinen Stabilisierungskurs nach langer Krankheits-Auszeit fort - zumal er den Ball entscheidend auf Torschütze Stindl verlängerte. «Mir geht es gut. Alles bestens», sagte der BVB-Profi. Löw sieht den WM-Siegtorschützen von 2014 auf dem richtigen Weg zu alter Stärke. «Er hat keine einfachen Jahre hinter sich. Er wird besser und besser, aber er braucht noch ein bisschen.»

Für Torwart Kevin Trapp fand der Bundestrainer auch lobende Worte. Der Ersatzmann von Paris Saint-Germain parierte mehrmals prächtig und festigte auch ohne Spielpraxis im Club seine Position als WM-Option. «In zwei, drei Aktionen hat er super reagiert und Chancen zunichte gemacht. Gerade gegen Frankreich, wo er im Fokus stand, so eine Ruhe und Ausstrahlung zu haben, ist eine gute Leistung», betonte Löw.

Für den DFB-Chefcoach geht das WM-Tuning schon in zwei Wochen mit der Reise nach Moskau weiter. Das erste Länderspiel-Jahr ohne Niederlage seiner Ära und die Serie von nun 21 nicht verlorenen Partien spielen dann schon keine Rolle mehr. In der russischen Hauptstadt werden die WM-Gruppen ausgelost. Für Löw ein «immer spannender» Termin. «Dann wissen wir wer die Gegner sind und auf wen wir uns einstellen müssen», sagte er.

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