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FIFA-Korruptionsskandal: Grondona soll kassiert haben
FIFA-Skandal
15.11.2017 - 12:20 Uhr
New York (dpa) - Der frühere FIFA-Vizepräsident Julio Grondona soll bei der WM-Vergabe an Katar mehr als 800 000 Euro für seine Stimme erhalten haben.

Im Prozess um den FIFA-Korruptionsskandal wurden entsprechende Vorwürfe der Bestechlichkeit gegen den vor drei Jahren gestorbenen argentinischen Verbandschef erhoben. Medienberichten zufolge beschuldigte der frühere Chef einer argentinischen Sportmarketingfirma, Alejandro Burzaco, als Zeuge vor einem New Yorker Gericht Grondona, das Bargeld dafür bekommen zu haben, dass er für Katar als WM-Gastgeber 2022 stimmt.

Grondona war eines von 22 Mitgliedern des FIFA-Exekutivkomitees, das im Dezember 2010 in Zürich über die WM-Gastgeber 2018 und 2022 abstimmte. Russland und Katar erhielten damals den Zuschlag. Gegen Grondona waren immer wieder Anschuldigungen wegen möglicher Ethikvergehen laut geworden. Unter anderem war er in dubiose Geldflüsse aus Südafrika verwickelt.

Burzaco bezichtigte bei dem Verfahren zudem weitere drei ehemalige hochrangige Fußball-Funktionäre aus Südamerika der Bestechlichkeit: Jose Maria Marin (ehemals Präsident des brasilianischen Verbandes), Manuel Burga (ehemals Präsident von Perus Verband) und Juan Angel Napout (ehemals Präsident des südamerikanischen Verbandes Conmebol und von Paraguays Verband) weisen die Anschuldigung zurück.

Sie stehen im Zentrum des Prozesses. Das Trio soll Schmiergelder in Millionenhöhe angenommen haben. Als Gegenleistung sollen sie lukrative TV- und Sponsorenrechte für Fußballturniere an eine Marketingfirma vergeben haben. «Sie haben den Sport betrogen, um ihre Taschen voll zu machen», hatte ihnen Keith Edelman von der US-Staatsanwaltschaft vorgeworfen. Burzaco hat sich bereits mehrerer Vergehen schuldig bekannt.

Nach Ermittlungen der US-Justiz zur FIFA-Affäre ab Mai 2015 waren mehrere ehemalige Fußball-Funktionäre verhaftet worden, weil sie für die Vergabe von Fernsehrechten Schmiergelder angenommen haben sollen.

Mehr als 40 Personen haben sich inzwischen schuldig bekannt, mehr als zwei Jahrzehnte insgesamt mindestens 150 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern angenommen zu haben. Das Verfahren in Brooklyn soll bis zu sechs Wochen dauern.

Guardian-Bericht

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