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DHL-Erpressung führt zu Fehlalarmen
Sprengstoffexperte
07.12.2017 - 10:59 Uhr
Potsdam / Berlin (dpa) - Im Zuge der Erpressung des Paketdienstleisters DHL mehren sich im Raum Berlin-Brandenburg die Fehlalarme wegen verdächtiger Pakete.

Es gebe einen merklichen Anstieg der Fehlalarme, seit einer Apotheke in Potsdam in der Vorwoche Woche eine Paketbombe zugestellt worden sei, sagte ein Polizeisprecher. So hätten unter anderem unerwartet früh zugestellte Weihnachtsgeschenke oder unerwartete Werbesendungen in der vergangenen Woche mehrfach Sprengstoffexperten auf den Plan gerufen.

Auch in anderen Regionen Deutschlands stieg die Alarmbereitschaft, wie ein Beispiel vom Nikolaustag im rheinland-pfälzischen Cochem an der Mosel zeigt. Wegen eines Nikolauspakets ohne Absender hatte der Empfänger die Polizei gerufen - die aus Sicherheitsgründen kurzerhand den Marktplatz evakuieren ließ und Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts herbeirief. Die Evakuierung wurde schließlich aufgehoben, nachdem der Empfänger das Paket selbst geöffnet hatte.

Die erhöhte Alarmbereitschaft in der Bevölkerung begrüßt die Polizei trotz der Fehlalarme und warnt weiter vor dem Öffnen verdächtiger Pakete.

Nach bislang 113 Hinweisen zu der Paketbombe und dem DHL-Erpresser laufen unterdessen die Ermittlungen der Brandenburger Polizei weiter in alle Richtungen. «Es werden mögliche Zeugen befragt und Kontakte zu Hinweisgebern aufgenommen», sagte eine Polizeisprecherin.

Die Sonderkommissionen «Quer» arbeite mit Hochdruck, sagte sie. Experten untersuchten weiter die Paketbombe, die bei dem Einsatz in der vergangenen Woche zerstört wurde. Weitere Spuren würden gesichert. Auch Beweisstücke der bereits im November an einen Online-Versandhändler in Frankfurt (Oder) geschickten Paketbombe werden noch einmal überprüft.

Die Paketbombe war vergangenen Freitag einer Potsdamer Apotheke zugestellt worden. Der Paketdienstleister DHL wird um eine Millionensumme erpresst.

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