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Buschfeuer in Kalifornien zum Teil unter Kontrolle
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08.12.2017 - 06:44 Uhr
Los Angeles (dpa) - Tausende Feuerwehrleute kämpften am Donnerstag gegen sechs größere Brände in Südkalifornien an. Heftige Winde breiteten die Flammen teilweise weiter aus, doch an anderer Stelle konnten die Helfer die Feuersbrunst weiter eindämmen.

Ein Buschfeuer am Rand des Promi-Viertels Bel Air war am Donnerstagabend (Ortszeit) zu 30 Prozent unter Kontrolle, wie die Behörden mitteilten. Sechs Häuser seien abgebrannt, zwölf weitere beschädigt worden, hieß es. Mehrere Tausend Menschen hatten dort ihre Villen räumen müssen.

Das nahe gelegene weltberühmte Getty-Kunstmuseum im Westen von Los Angeles kam ohne Schaden davon. Nach zweitägiger Schließung wollte das Museum am Freitag wieder für Besucher öffnen. Dagegen sollten Hunderte Schulen in Südkalifornien weiter geschlossen bleiben. Die Behörden warnten vor dem starken Rauch und der schlechten Luftqualität in den betroffenen Gebieten.

Im Raum San Diego war am Donnerstag ein neues Feuer ausgebrochen, das von den stürmischen Santa-Ana-Winde schnell ausgebreitet wurde. Tausend Häuser seien dort bedroht, wie die Feuerzentrale mitteilte. Am schlimmsten wüteten die Flammen im Bezirk Ventura County, nordwestlich von Los Angeles, wo seit dem Ausbruch der Feuer am Montag nun bereits eine Fläche von mehr als 380 Quadratkilometern abbrannte. Zehntausende Menschen wurden dort aus ihren Häusern vertrieben. In einem der brennenden Gebiete nahe Ojai war eine Frau nach einem Autounfall tot aufgefunden worden. Die Todesursache müsse noch geklärt werden, hieß es.

Das ganze Ausmaß der Schäden war zunächst noch nicht abzusehen. Die Behörden befürchten, dass hunderte Häuser vernichtet wurden. Schaden hat auch ein Weingut des Medien-Moguls Rupert Murdoch in Bel Air genommen. Wie ein Mitarbeiter dem Magazin «Wine Spectator» am Donnerstag mitteilte, konnte die Feuerwehr die meisten Gebäude vor den Flammen schützen, doch ein Lagerhaus mit teuren Weinen sei abgebrannt. Murdoch habe das Anwesen 2012 für knapp 29 Millionen Dollar erworben, hieß es.

Klimaexperten machen die extreme Trockenheit und die seit Montag tobenden Santa-Ana-Winde für die starke Feuersbrunst im Süden Kaliforniens verantwortlich. Für die Jahreszeit sei es in der Küstenregion ungewöhnlich trocken, sagte der Klimaforscher Daniel Swain am Donnerstag der «Los Angeles Times». Heißes Sommer- und Herbstwetter hätten die Pflanzendecke völlig ausgedörrt. Die typischen Winterregen seien bisher ausgeblieben. Nach der Vorhersage der Meteorologen muss noch bis Samstag mit starken Böen gerechnet werden.

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