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Bundespräsident Steinmeier ernennt Merkel zur Kanzlerin
Ernannt
14.03.2018 - 12:07 Uhr
Berlin (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die CDU-Vorsitzende Angela Merkel erneut zur Bundeskanzlerin ernannt. Das Staatsoberhaupt überreichte Merkel in Schloss Bellevue in Berlin die Ernennungsurkunde und sagte: «Herzlichen Glückwunsch, Frau Bundeskanzlerin. Alles Gute.»

Merkel soll am Mittag im Parlament vereidigt werden. Es ist ihre vierte Amtszeit. Die 63-Jährige hatte zuvor im Bundestag in geheimer Wahl 364 von 688 abgegebenen gültigen Stimmen erhalten - nur neun Stimmen mehr als die für die Kanzlermehrheit nötigen 355 Stimmen. Zahlreiche Abgeordnete der Koalitionsfraktionen stimmten offensichtlich nicht für Merkel. Die Fraktionen von Union und SPD verfügen im Bundestag über 399 Sitze. Der Bundestag hat insgesamt 709 Abgeordnete.

Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen von CDU, CSU, FDP und Grünen hatte Steinmeier den Parteien nochmals ins Gewissen geredet. Die SPD, die schon entschlossen war, in die Opposition zu gehen, schwenkte danach um und ließ sich auf Sondierungen mit der Union und schließlich auf eine Fortsetzung der großen Koalition ein.

Mancher Sozialdemokrat wird die Faust in der Hosentasche ballen, die Statistik ist für viele eine Schmach. Mit der Wiederwahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin wird die SPD die politische Widersacherin im Bundestag öfter zur Kanzlerin gewählt haben als die eigene Parteiikone Willy Brandt zum Kanzler. Drei Mal wird die SPD-Fraktion dann die CDU-Vorsitzende zur Regierungschefin gemacht haben (2005, 2013, 2018). Zwei Mal wurde 1969 und nach der Neuwahl 1972 Willy Brandt gewählt - ebenso wurde Gerhard Schröder zwei Mal von den Abgeordneten zum Kanzler gewählt, 1998 und 2002.

Merkel muss sich den ersten Platz bei der SPD-Unterstützung zur Kanzlerwahl nur noch mit Helmut Schmidt teilen - der wurde nach Brandts Rücktritt 1974 sowie nach den Wahlen 1976 und 1980 gewählt - jeweils mit Unterstützung der FDP. Die Liberalen führen die Rangliste der «Kanzlermacher» als Juniorpartner in einer Koalition deutlich an: 17 Mal half die FDP einem Kanzler bei der Wahl im Bundestag ins Amt. Auf Platz zwei der «Juniorpartner»-Liste liegt die SPD mit vier Mal (Kurt-Georg Kiesinger, drei Mal Merkel) gefolgt von der Deutschen Partei (DP), die drei Mal Konrad Adenauer zum Kanzler mitwählte, und den Grünen, die 1998 und 2002 Schröder zum Kanzler machten.

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