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Schwache Wall Street lässt Dax-Plus schrumpfen
Dax
14.03.2018 - 18:29 Uhr
Frankfurt / Main (dpa) - Der Dax hat am Mittwoch nur einen kleinen Teil seiner Gewinne behaupten können. Nachdem der deutsche Leitindex lange vom etwas schwächelnden Euro profitiert hatte, rutschte er im Sog der Wall Street zwischenzeitlich in die Verlustzone.

Am Ende rettete er immerhin ein Plus von 0,14 Prozent auf 12 237,74 Punkte ins Ziel. Am Dienstag war es für den Dax wegen der von US-Präsident Donald Trump angedrohten Handelssanktionen gegen China und des Rauswurfs von Außenminister Rex Tillerson um über anderthalb Prozent bergab gegangen. Zur Wochenmitte schienen die Anleger das zunächst verdaut zu haben. Auch die aktuell zunehmenden Spannungen zwischen Großbritannien und Russland wegen eines Giftanschlags gegen einen russischen Ex-Doppelagenten in Südengland ließen die Kurse kalt. Doch als die US-Börsen wegen erneut hochkochender Sorgen um einen weltweiten Handelskrieg weiter nachgaben, stieg auch der Druck auf den deutschen Aktienmarkt.

Dagegen konnte der etwas sinkende Eurokurs letztlich wenig ausrichten. Die Gemeinschaftswährung notierte zuletzt bei 1,2371 US-Dollar und damit minimal über dem Referenzkurs, den die Europäische Zentralbank (EZB) zuvor auf 1,2369 (Dienstag: 1,2378) US-Dollar festgesetzt hatte.

EZB-Chef Mario Draghi, hatte am Morgen in einer Rede in Frankfurt erneut keine schnelle Änderung der extrem lockeren Geldpolitik in Aussicht gestellt und damit den Euro belastet. Von der Geldflut der EZB profitieren Aktien, während andere Anlageklassen wie Anleihen dadurch unattraktiver werden. Ein schwächerer Euro wiederum verbessert die Exportchancen deutscher Unternehmen.

Die anderen hiesigen Aktienindizes litten zur Wochenmitte noch stärker als der Dax: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verabschiedete sich 0,71 Prozent im Minus bei 25 682,60 Punkten und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,57 Prozent auf 2679,00 Zähler.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,19 Prozent auf 3390,98 Punkte. In Paris und London gaben die nationalen Indizes ebenfalls moderat nach, während der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss mehr als 1 Prozent einbüßte.

An der Dax-Spitze legten die zuletzt schwachen Adidas-Aktien um mehr als 11 Prozent zu - es war der höchste Tagesgewinn seit Jahren. Der Sportartikelhersteller will die Anteilseigner mit einer überraschend hohen Dividende und milliardenschweren Aktienrückkäufen am guten Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres teilhaben lassen. 2018 soll es zudem weiter bergauf gehen, wenn auch weniger steil als zuletzt. Beim Autobauer Volkswagen sorgten ehrgeizige Ziele für die Marke VW für einen Kursanstieg von fast anderthalb Prozent.

Bester Wert im MDax waren die Hochtief-Papiere, die nach einem Abkommen zur Übernahme des spanischen Autobahnbetreibers Abertis um fast 5 Prozent anzogen. Der Baukonzern macht nun gemeinsame Sache mit dem italienischen Mautstraßenbetreiber Atlantia, womit ihm ein teurer Übernahmekampf erspart bleibt. Für die Aktien des Rüstungskonzerns und Autozulieferers Rheinmetall ging es nach einem Großauftrag aus Australien für «Boxer»-Radspähpanzer um zweieinhalb Prozent hoch.

Dagegen sackten die Anteile des Aromenproduzenten Symrise und des Chemikalienhändlers Brenntag um jeweils gut 5 Prozent ab. Beide Unternehmen konnten mit ihren jüngsten Geschäftszahlen die Marktteilnehmer nicht überzeugen.

Positiv aufgenommen wurden die Jahreszahlen des Kohlenstoffspezialisten SGL: Dessen Aktien verteuerten sich im Nebenwerte-Index SDax um über 2 Prozent. Die zuletzt gut gelaufenen Titel des Motorenherstellers Deutz waren indes mit einem Minus von mehr als 6 Prozent SDax-Schlusslicht - trotz des kräftigen Umsatz- und Ergebnisanstiegs im vergangenen Jahr.

Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei 0,41 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 139,70 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,05 Prozent auf 159,36 Punkte.

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