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Medien: Israel stellt sich auf Raketenangriff Irans ein
Israelischer F-16-Kampfjet
17.04.2018 - 16:25 Uhr
Damaskus / Tel Aviv (dpa) - Israel bereitet sich Medienberichten zufolge auf die Abwehr eines iranischen Angriffs aus Syrien vor. Israelische Medien veröffentlichten Luftaufnahmen, die Vorbereitungen der iranischen Luftwaffe auf Militärstützpunkten in dem Bürgerkriegsland zeigen sollen.

Schon in Kürze könnten Raketen oder bewaffneten Drohnen abgefeuert werden, wie Fernsehsender und die Nachrichtenseite «ynet» meldeten. Dahinter stehe Ghassem Sulejmani, ein Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden. Israels Armee wollte sich dazu nicht offiziell äußern.

Der Iran und die verbündete libanesische Schiitenmiliz Hisbollah hatten Vergeltung für einen mutmaßlich von Israel ausgeführten Raketenangriff auf einen syrischen Militärflugplatz angedroht. Bei dem Angriff vor mehr als einer Woche waren 14 Menschen getötet worden, die Hälfte davon Iraner.

Nach Medienberichten war darunter auch Oberst Mehdi Dehghan, der die Drohneneinheit auf dem Flugplatz befehligt habe. Der iranische Außenamtssprecher Bagharm Ghassemi sagte dazu am Montag, Israel werde «früher und später die Antwort auf diese Angriffe erhalten, so dass das Regime seine Tat bereut».

Ein Fehlalarm in Syrien verursachte unterdessen den Einsatz von Flugabwehrraketen. Die Streitkräfte wurden in der Nacht zum Dienstag in höchste Bereitschaft versetzt, Flugabwehrgeschütze feuerten in den Himmel. Staatliche Medien revidierten später ihre Darstellung eines Angriffs israelischer Kampfflugzeuge. Es habe keine Aggression von außen gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Militärkreise.

Erst am Samstag hatten die USA, Großbritannien und Frankreich drei Ziele der syrischen Regierung angegriffen und dies mit dem mutmaßlichen Einsatz von Giftgas gerechtfertigt. Dieser gemeldete Chemiewaffeneinsatz in der Stadt Duma in Ost-Ghuta Anfang April hatte Helfern zufolge mindestens 42 Menschen getötet.

Am Mittwoch soll nun ein zunächst blockiertes Team der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) einer russischen Ankündigung zufolge nach Duma reisen. Die neun Experten waren am Samstag in Damaskus eingetroffen, bekamen aber zunächst keinen Zutritt. Großbritannien hatte Russland und Syrien vorgeworfen, die Ermittlungen zu blockieren. Das aber wies Russland entschieden zurück und begründete die Verzögerung mit «Sicherheitsfragen».

Russlands Präsident Wladimir Putin hält eine Untersuchung des mutmaßlichen Giftgasanschlags in der syrischen Stadt Duma durch OPCW-Experten für sehr wichtig. Die Experten der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen sollten die Vorwürfe sorgfältig und objektiv prüfen, sagte Putin einer Mitteilung des Kremls zufolge in einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag. Merkel kündigte ein baldiges Treffen mit Putin an.

Bundesaußenminister Heiko Maas sieht Deutschland in einer besonderen Mittlerrolle gegenüber Russland. Bei einer Pressekonferenz mit seiner kanadischen Kollegin Chrystia Freeland sagte der SPD-Politiker in Berlin, «dass wir in unserer Rolle auch gegenüber Russland diejenigen sein können, die das Dialogfenster aufstoßen». Frankreich setzt bei der Suche nach einer Lösung des Syrien-Konflikts auf eine Zusammenarbeit mit Deutschland, hieß es aus Diplomatenkreisen in Paris.

Derweil stellten sich die G7-Staaten hinter den Luftangriff der Westmächte am Samstag. Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Japans, Kanadas, des Vereinigten Königreichs, der USA sowie der EU nannten die Attacke in einer gemeinsamen Erklärung «verhältnismäßig und notwendig».

Mitteilung der OPCW

Erklärung Russlands

Erklärung Großbritanniens

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