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Ariane-6-Hersteller fordert baldige Staats-Aufträge
Ariane-6-Rakete
18.05.2018 - 11:57 Uhr
Paris (dpa) - Ohne baldige Aufträge von Europas Staaten für die neue europäische Trägerrakete Ariane 6 sieht der Hersteller Ariane Group das Vorzeigeprojekt in Gefahr.

«Wir brauchen insgesamt sieben Verträge für garantierte Starts. Bis Ende Juni», sagte Konzernchef Alain Charmeau dem Nachrichtenmagazin «Spiegel». «Ohne Verträge müssten wir die Produktion anhalten.»

Die neue Rakete soll 2020 erstmals vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana abheben und Fracht deutlich billiger ins All bringen als ihre Vorgängerin Ariane 5. Mit der größtenteils von der Europäischen Weltraumorganisation Esa finanzierten Entwicklung reagiert Europa auf den härteren Wettbewerb im Trägerraketenmarkt, der insbesondere vom vergleichsweise jungen US-Anbieter SpaceX angeheizt wird.

Charmeau griff SpaceX erneut scharf an: Der Konkurrent stelle der US-Regierung pro Start 100 Millionen Dollar in Rechnung, biete seine Dienste europäischen Kunden aber viel billiger an. «Sie machen das, um Europa aus dem Weltraum zu kicken.» Die Ariane Group klagt schon länger, dass die Konkurrenz Zugang zu lukrativen US-Staatsaufträgen habe, die nur an amerikanische Firmen vergeben werden dürfen - und fordert deshalb von Europas Staaten eine Mindest-Zahl an Aufträgen.

Der erste Start der Ariane 6 ist seinen Angaben zufolge durch den Entwicklungsauftrag finanziert. Bislang gibt es darüber hinaus aber erst Aufträge für zwei Starts mit Satelliten des europäischen Navigationssystems Galileo.

Insgesamt plane die Ariane Group mit fünf Starts im Jahr 2021 und acht im Jahr 2022, so Charmeau. «Ein Teil davon muss von den Regierungen oder der EU-Kommission abgenommen werden», sagte Charmeau. «Wir denken an insgesamt vier "Galileo"-Starts, dazu eine Sonde der Esa, außerdem je eine deutsche und eine französische Regierungsmission.»

Die Ariane Group beschäftigt rund 9000 Mitarbeiter. Die Hauptstufe der Raketen wird in der Nähe von Paris zusammengesetzt, die Oberstufe in Bremen.

Artikel "Spiegel"

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