http://www.ausbildungsmesse-baden-baden.de/
Ebola-Virus erreicht Millionenstadt im Kongo
Schutz
18.05.2018 - 16:22 Uhr
Goma / Genf (dpa) - Nach dem Auftauchen eines Ebola-Falls in der kongolesischen Millionenstadt Mbandaka hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Risiko-Einschätzung verschärft.

Weil die Stadt durch einen Fluss, Straßen und den Flughafen mit anderen Bevölkerungszentren vernetzt sei, habe sich das Risiko der Ausbreitung erhöht, berichtete die WHO in Genf. Inzwischen sind die gefährlichen Viren laut Gesundheitsministerium im Kongo bei 14 Menschen bestätigt worden, darunter bei einem Toten.

Die WHO betrachtet das Risiko für den Kongo selbst inzwischen als sehr hoch und für die Region als hoch. «Das globale Risiko (einer Ausbreitung) ist im Moment niedrig», betonte sie jedoch. Die WHO sehe bislang keine Notwendigkeit für Reise- oder Handelsbeschränkungen.

Die WHO hatte einen Notfall-Ausschuss einberufen, der darüber berät, ob sie einen internationalen Gesundheitsnotstand ausrufen soll. Die Entscheidung will WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Nachmittag bekannt geben. Damit soll vor allem die Dringlichkeit der Lage vor Ort international ins Rampenlicht gerückt werden, in der Hoffnung auf mehr finanzielle Mittel oder Forschungsaktivitäten im Bereich Ebola, hieß es.

Bis Freitag gingen die Behörden im Kongo von 45 möglichen Fällen aus. Bei 14 wurde das Virus nachgewiesen, bei 21 Fällen hielten die Experten die Ebola-Infektion für wahrscheinlich, in zehn weiteren Fällen für möglich. Insgesamt sind 25 Menschen mit hämorrhagischem Fieber gestorben - es gibt aber nur einen Virennachweis.

Erstmals war am Mittwoch ein Ebola-Fall in einer Großstadt festgestellt worden. Mbandaka mit rund 1,2 Millionen Einwohnern liegt im Nordwesten des zentralafrikanischen Riesenreichs. Davor waren die bestätigten Fälle in Bikoro, etwa 150 Kilometer von Mbandaka entfernt, nachgewiesen worden.

Zwar ist dies der neunte Ebola-Ausbruch in den vergangenen 40 Jahren im Kongo. Allerdings waren laut Ärzte ohne Grenzen alle bisher in sehr isolierten Regionen, so dass sich die Krankheit nie weit verbreiten konnte.

Zur Eindämmung der Krise sollen unter anderem mehr als 4000 Dosen eines experimentellen Impfstoffs eingesetzt werden. Zudem wird das UN-Kinderhilfswerk nach eigenen Angaben zusammen mit der kongolesischen Regierung und anderen Organisationen Hunderte Helferinnen und Helfer mobilisieren. Sie werden demnach Kinder und Familien über die Gefahren von und Maßnahmen gegen Ebola informieren. Auch die EU-Kommission werde 1,6 Millionen Euro zur Bekämpfung der Seuche bereitstellen und Flüge für Helfer und Ausrüstung organisieren, erklärte EU-Kommissar Christos Stylianides.

Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. 25 bis 90 Prozent der Infizierten sterben. Bei einer verheerenden Ebola-Epidemie 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone rund 11 000 Menschen.

BeiträgeBeitrag schreiben 
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Auch der Landkreis Rastatt und das Stadtgebiet Baden-Baden sind offiziell zum Wolfsgebiet erklärt worden. Glauben Sie, dass Sie demnächst einem Wolf begegnen?

Ja.
Nein.


Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen