Verdächtige Stoffe in Kölner Hochhaus noch nicht analysiert
Einsatz in Chorweiler
13.06.2018 - 17:47 Uhr
Köln (dpa) - Nach dem Fund von möglicherweise gefährlichen Stoffen in einer Kölner Hochhaus-Wohnung ist laut Ermittlungsbehörde weiter unklar, um welche Substanzen es sich genau handelt. Die sichergestellten Stoffe würden analysiert.

«Das Ergebnis liegt uns aber noch nicht vor», sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe der Deutschen Presse-Agentur. Nach Informationen mehrerer Medien soll hochgiftiges Rizin beschlagnahmt worden sein, das bereits in kleinsten Konzentrationen tödlich wirken kann.

Der Behördensprecher in Karlsruhe wollte das nicht bestätigen. Die Bundesanwaltschaft könne keine Angaben zu Substanzen machen, solange ihr das Untersuchungsergebnis nicht vorliege.

Der Generalbundesanwalt ermittelt gegen einen 29-jährigen Tunesier wegen des «Anfangsverdachts einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat». In dessen Wohnung war die Substanz am Dienstagabend sichergestellt worden. Auch welche Mengen die Ermittler in der Wohnung entdeckten, sagte Behördensprecher Markus Schmitt nicht.

Laut «Kölner Stadt-Anzeiger» und «Express» soll der Tatverdächtige erst im November 2016 nach Deutschland eingereist und polizeilich nicht in Erscheinung getreten sein. Staatsschutz und Ermittlungsbehörden hätten einen Hinweis auf den Mann erhalten, der dann observiert worden sei, bis es am Dienstagabend zu seiner Festnahme kam. Der Sprecher der Bundesanwaltschaft äußerte sich dazu nicht. Er ließ auch offen, ob der Tunesier bereits vernommen wurde. Hinweise darauf, dass der Mann möglicherweise in eine terroristische Organisation eingebunden sei, gebe es bisher nicht.

Ob ein Haftbefehl beantragt werde, ergibt sich nach Angaben von Oberstaatsanwältin Frauke Köhler, wenn alle Beweismittel ausgewertet sind. Wegen der «besonderen Bedeutung des Falls» hatte der Generalbundesanwalt die Ermittlungen an sich gezogen. Ein terroristischer Hintergrund sei «in Erwägung zu ziehen», hieß es bereits frühzeitig. Es gebe einen Anfangsverdacht, dass der Mann eine Straftat begehen wollte, ergänzte Sprecher Schmitt.

Spezialkräfte hatten die Wohnung des Mannes, seiner Frau und Kinder in einem Hochhaus gestürmt. Die Ehefrau des Tunesiers, die vorübergehend ebenfalls festgenommen worden war, werde nicht beschuldigt, betonte die Bundesanwaltschaft. Die Kinder des Paares seien nicht mit Hilfe des Jugendamtes in Obhut genommen worden, wie zuvor von der Polizei berichtet, sagte eine Sprecherin der Stadt. Um die Kinder angesichts des Wirbels zu schützen, habe die Mutter aber das Angebot einer «anderweitigen Unterbringung» angenommen.

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