Pompeo: USA halten an Denuklearisierung Nordkoreas fest
Außenminister-Treffen in Seoul
14.06.2018 - 08:26 Uhr
Seoul (dpa) - US-Außenminister Mike Pompeo hat an diesem Donnerstag in Seoul bekräftigt, dass die US-Regierung weiterhin am Ziel einer «vollständigen, überprüfbaren und unumkehrbaren» Denuklearisierung Nordkoreas festhalten würden.

Unter Denuklearisierung verstehen die USA die vollständige atomare Abrüstung.

Nach Gesprächen mit seinen Kollegen aus Südkorea und Japan sagte Pompeo zudem, dass es keine Lockerungen der Sanktionen gegen Nordkorea geben werde, bevor dieses Ziel nicht erreicht sei.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un habe laut Pompeo offenbar verstanden, dass die nukleare Abrüstung in einem «schnellen» Prozess erfolgen müsse.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat angeblich seine Bereitschaft zu einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe signalisiert. Kim habe bei seinem historischen Gipfel mit US-Präsident Donald Trump in Singapur gesagt, er sei «offen» für ein Treffen mit Abe, berichtete die japanische Tageszeitung «Sankei Shimbun» am Donnerstag unter Berufung auf Regierungsquellen. Die Regierung in Tokio strebe einen Gipfel zwischen Kim und Abe im September an, berichtete auch die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf informierte Kreise.

Japan und Nordkorea unterhalten keine bilateralen Beziehungen. Für Tokio ist die Frage von Entführungen von Japanern in den 70er und 80er Jahren nach Nordkorea das größte Hindernis für eine Normalisierung der Beziehungen. Trump hatte das Thema gegenüber Kim angesprochen. Abe sagte daraufhin, das Problem mit Nordkorea bilateral lösen zu wollen. Die Verschleppten sollten Spionen Pjöngjangs beibringen, Japanisch zu sprechen, und ihnen helfen, sich wie Japaner zu verhalten. 2002 gestand Nordkorea bei einem Besuch von Abes Vorgänger Junichiro Koizumi, 13 Menschen verschleppt zu haben.

Fünf der Japaner konnten heimkehren. Nordkorea behauptete, die acht anderen Japaner seien gestorben und es habe keine weiteren Entführten gegeben. Damit war für Nordkorea die Sache beendet. Tokio geht jedoch von 17 entführten Landsleuten aus und fordert volle Aufklärung.

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