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Wahlkampffinale in Bayern - CSU weiter unter 35 Prozent
Söder und Seehofer
12.10.2018 - 18:14 Uhr
München / Schweinfurt (dpa) - Parteien-Endspurt vor der mit Spannung erwarteten Landtagswahl in Bayern: Mit letzten Großkundgebungen wollten die seit Monaten in Umfragen kriselnde CSU und SPD nochmals um das Vertrauen der Bürger werben.

Beide Parteien sind kurz vor der Wahl am Sonntag in schwierigen Positionen. Die Umfragen sagen Christsozialen wie Sozialdemokraten massive Verluste voraus. Die CSU von Ministerpräsident Markus Söder und Parteichef Horst Seehofer wird demnach ihre absolute Mehrheit verlieren und muss sich möglicherweise sogar mehrere Koalitionspartner suchen. Die Demoskopen sahen sie zuletzt bei Werten zwischen 33 und 35 Prozent, die SPD nur noch bei 11 bis 12 Prozent.

Das stabilste Bündnis bei einem Verlust der absoluten CSU-Mehrheit wäre eines mit den Grünen. Söder äußerte sich unmittelbar vor der Wahl jedoch skeptisch hinsichtlich Schwarz-Grün: «Das Programm der Grünen ist aus meiner Sicht so in der Form nicht koalitionsfähig», sagte er am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin». «Das wirkt zwar frisch, aber das Programm ist uralt.» Vor allem bei der inneren Sicherheit wollten die Grünen alles zurückdrehen, was die CSU beschlossen habe. Er könne sich bei den inhaltlichen Unterschieden eine Zusammenarbeit derzeit kaum vorstellen.

Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze sagte dem Sender n-tv, das letzte Wort hätten jetzt die Bürger. «Am Sonntag wird gewählt, dann wissen wir wie viel Prozent welche Partei hat und dann ist es die Aufgabe von allen demokratischen Parteien, verantwortungsbewusst mit dem Ergebnis umzugehen.»

SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen betonte im «Münchner Merkur», dass die schlechten Umfragewerte der SPD in Bayern vor allem auf den Allgemeinzustand der Sozialdemokraten zurückzuführen seien: «Die SPD befindet sich in einer sehr schwierigen Phase. Wir brauchen wieder eine Politik der klaren Haltung», sagte sie.

Einem am Donnerstagabend veröffentlichten ZDF-«Politbarometer» zufolge kommen die Christsozialen derzeit auf 34 Prozent, das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Zweitstärkste Kraft bleiben die Grünen mit 19 Prozent - ein Plus von einem Punkt. Dahinter liegen jeweils unverändert die SPD mit 12 Prozent, die Freien Wähler mit 10 Prozent und die AfD mit ebenfalls 10 Prozent. Die FDP erreicht 5,5 Prozent, die Linke 4 Prozent (minus 0,5 Punkte). Beide müssen um den Einzug ins Landesparlament bangen.

Bei der Landtagswahl 2013 hatte die CSU mit 47,7 Prozent der Stimmen noch die absolute Mehrheit geholt. Sie stellte 101 der 180 Abgeordneten im Landtag. Die SPD war mit 20,6 Prozent (42 Sitze) zweitstärkste Kraft geworden. Dahinter folgten die Freien Wähler mit 9,0 Prozent (19 Sitze) und die Grünen mit 8,6 Prozent und 18 Sitzen. Die FDP scheiterte ebenso an der Fünf-Prozent-Hürde wie die Linke.

Anders als vor einem Jahr bei der Bundestagswahl verzichtete die CSU auch bei ihrer offiziellen Schlusskundgebung in München auf Hilfe von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Stattdessen wollte Söder mit Parteichef Horst Seehofer und dem österreichischen Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auftreten. Fast zeitgleich (18.30 Uhr) wollten in Schweinfurt Kohnen und die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles noch einmal um Stimmen werben.

Auch andere Parteien suchten sich prominente Unterstützung für den Wahlkampfabschluss. So holten sich die auf einer Euphoriewelle schwimmenden Grünen unter anderem Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.

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