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Dax startet mit Minus
Dax
14.01.2019 - 10:00 Uhr
Frankfurt / Main (dpa) - Zu Beginn der dritten Handelswoche im neuen Jahr wird die Erholung am deutschen Aktienmarkt weiter auf die Probe gestellt.

Überraschend schwache Außenhandelsdaten aus China und die Ungewissheit vor der am Dienstag anstehenden Abstimmung über das Brexit-Abkommen im britischen Parlament drückten den Dax mit 0,58 Prozent ins Minus auf 10.824,29 Punkte.

In der vergangenen Woche hatte der deutschen Leitindex trotz kleinerer Rückschläge insgesamt noch ein Plus von etwas mehr als ein Prozent verbucht. Zuvor noch, in der verkürzten Handelswoche zum Jahresauftakt, war es um fast zwei Prozent nach oben gegangen.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax büßte am Montag 0,60 Prozent auf 22.533,53 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,57 Prozent auf 3052,65 Punkte.

«Die Verunsicherung über den Brexit wird noch eine ganze Woche andauern», sagte Chefstratege Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank. Denn im Fall einer Ablehnung des Abkommens mit der EU müsse die Regierung May binnen drei Tagen einen Plan B vorlegen und stehe mithin «enorm unter Zeitdruck». Neben der Ungewissheit rund um den Ausstieg Großbritanniens aus der EU halten zudem der Handelskrieg zwischen den USA und China und die immer noch teilweise geschlossenen US-Behörden («Shutdown») die Märkte in Atem.

Unter den Einzelwerten im Dax stachen die Anteilsscheine von Beiersdorf als einer der schwächsten Werte mit minus 1,9 Prozent hervor. Die Schweizer Großbank UBS rechnet für das neue Jahr mit Druck auf Wachstum und Gewinn.

Die Papiere von Continental gaben um 0,6 Prozent nach. Der Autozulieferer rechnet 2019 mit einer weiter rückläufigen Profitabilität und will künftig keine konkreten Prognosen geben. Schätzungen sollen nur noch wie branchenüblich in Bandbreiten veröffentlicht werden, hieß es.

Die Anteilsscheine der Lufthansa stiegen an der Dax-Spitze um mehr als 2 Prozent. Nach dem Rückgang der Ölpreise in den vergangenen Monaten muss die Fluggesellschaft laut einer Firmenpräsentation für Investoren 2019 voraussichtlich weniger Geld für Treibstoff ausgeben als bisher geplant.

Die Papiere von Dialog Semiconductor gewannen im SDax nach Umsatzaussagen zum vierten Quartal etwas mehr als 2 Prozent. Der Chipentwickler erreichte laut vorläufigen Berechnungen im Schlussquartal 2018 das untere Ende seiner Umsatzprognose. Analysten lobten die Aussagen, nachdem viele Apple-Zulieferer zuletzt wegen der schwachen Nachfrage nach der jüngsten iPhone-Generation Gewinnwarnungen veröffentlicht hatten.

Am frühen Nachmittag dürfte sich das Interesse der Anleger dann auch auf die Bankenbranche richten. Vor allem die Aktien der Deutschen Bank, die zuletzt um 0,3 Prozent nachgaben, könnten in den Fokus rücken, denn in den USA wird die Citigroup als erste der Großbanken dort über ihr Abschlussquartal 2018 berichten.

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