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Buchmacher sehen Deutschland beim ESC ganz hinten
ESC - S!sters
18.05.2019 - 10:45 Uhr
Tel Aviv (dpa) - Es ist eine riesiges Fernseh-Ereignis mit Fans vom Nordkap bis zum Kaukasus: Musiker aus 26 Ländern treten an diesem Samstag beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv gegeneinander an.

Für Deutschland treten Laurita Spinelli aus Wiesbaden und Carlotta Truman aus Hannover zu dem Grand-Prix-Wettbewerb an. Sie präsentieren als Duo S!sters den Song «Sister». Das Erste überträgt die Show ab 21 Uhr. Zuschauer können per Telefon, SMS und App ihre Stimme abgeben. Weltstar Madonna wird - außer Konkurrenz - ebenfalls auftreten.

Die Buchmacher handeln seit Wochen den niederländischen Beitrag als Favoriten im Finale: Duncan Laurence singt in seiner melancholischen Ballade «Arcade» von der Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe. Die Buchmacher sehen Deutschland hingegen auf dem letzten Platz.

Madonna wird laut Medienberichten ihren 80er-Jahre-Hit «Like a Prayer» und als Weltpremiere den neuen Song «Future» aufführen. Nach Angaben der britischen PR-Firma Number 10 strategies wird der israelisch-kanadische Geschäftsmann Sylvan Adams die gesamten Kosten für Madonnas Auftritt tragen - schätzungsweise rund 1,15 Millionen Euro.

Neben den Zuschauern stimmen auch nationale Fachjurys aus Sängern und Komponisten über die Beiträge ab. Am Ende gewinnt der Song mit den meisten Punkten.

Weil Deutschland zu den großen Geldgebern der Eurovision gehört, sind die S!sters automatisch für das Finale gesetzt. In «Sister» geht es um den Zusammenhalt zwischen Frauen und welche Kraft daraus erwachsen kann. Allerdings gelten die Erfolgsaussichten der Deutschen als eher gering. Nach dem zweiten Halbfinale rutschten sie laut Prognosen der Buchmacher vom Freitag sogar auf den letzten Platz im Finale.

Deutschland hat den Eurovision Song Contest bisher zwei Mal gewonnen: 1982 mit Nicole («Ein bisschen Frieden») und 2010 mit Lena Meyer-Landrut («Satellite»). Im vergangenen Jahr hatte Michael Schulte («You let me walk alone») den vierten Platz erobert.

Damals hatte die israelische Sängerin Netta Barzilai mit ihrem schrillen Auftritt begeistert - und mit ihrem Song «Toy» gewonnen. Damit holte sie den 64. ESC nach Tel Aviv.

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