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Frauen streiken in der Schweiz für mehr Gleichberechtigung
Gleichberechtigung
14.06.2019 - 13:24 Uhr
Bern (dpa) - Tausende Frauen haben in der Schweiz bei einem Frauenstreik für mehr Gleichberechtigung demonstriert. In vielen Städten und Ortschaften hatten Gewerkschafterinnen, Unternehmerinnen und Politikerinnen Märsche und Kundgebungen organisiert.

Die Frauen fordern vor allem gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Dem Parlament wurde eine Petition mit 11.000 Unterschriften für eine geringere Besteuerung von Tampons überreicht.

Wie das Schweizer Fernsehen berichtete, hatten bereits in der Nacht Frauen mit Pfannenkonzerten und Autocorsos den Streiktag eingeläutet. Um 11.00 Uhr legten dann viele Frauen kurzzeitig die Arbeit nieder, auch die Sitzung des Nationalrats wurde unterbrochen.

Die Gewerkschaften forderten in einem Manifest neben Lohngleichheit eine Anerkennung und gerechte Verteilung von Haus- und Pflegearbeit, eine generelle Verringerung der Arbeitszeit, damit bezahlte und unbezahlte Arbeit besser verteilt werden können sowie Abtreibung und Empfängnisverhütung zum Nulltarif.

Der Verein «Business and Professional Women Switzerland» distanzierte sich dagegen von dem Wort «Streik» und sprach von einem Aktionstag für die Gleichstellung.

Die Gleichberechtigung steht seit dem 14. Juni 1981 in der Schweizer Verfassung. Da es bei der Umsetzung haperte, wurde 1991 ein erster Frauenstreik organisiert. Frauen verdienen in der Schweiz im Durchschnitt 6491 Franken (5770 Euro) brutto im Monat - 18,3 Prozent weniger als Männer, wie das Bundesamt für Statistik 2016 errechnet hat.

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