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Hoffnung im Zollstreit schiebt Dax an
Dax
27.06.2019 - 10:40 Uhr
Frankfurt / Main (dpa) - Nach einer bisher verhaltenen Börsenwoche hat die Hoffnung auf eine Einigung im US-chinesischen Handelsstreit den Dax angetrieben. Der deutsche Leitindex notierte zuletzt 0,66 Prozent im Plus bei 12.325,59 Punkten.

Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, rückte zeitgleich um 0,45 Prozent auf 25.407,94 Punkte vor. Auch in Europa waren die Vorzeichen grün: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 0,31 Prozent auf 3453,73 Zähler.

Unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtete die Hongkonger Zeitung «South China Morning Post» gemeinsam mit der US-Publikation «Politico», US-Präsident Donald Trump habe zugesagt, die angedrohte Ausweitung der Strafzölle auf alle Importe aus China erst einmal zu verschieben.

Das sei Bedingung von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping für das geplante Treffen am Samstag in Osaka in Japan gewesen. Details sollen demnach noch vor den Gesprächen von Xi Jinping und Trump am Rande des Gipfels der großen Wirtschaftsmächte (G20) bekannt gemacht werden.

Auf Unternehmensseite schnellten Bayer-Aktien um rund sechseinhalb Prozent nach oben und waren damit unangefochtener Favorit im Dax. Der für seine aggressive Einmischung ins Management bekannte Hedgefonds-Investor Elliott, der zum Imperium des Milliardärs Paul Singer gehört, hatte zuvor seinen Einstieg beim Pharma- und Agrarchemiekonzern öffentlich gemacht und beflügelte damit die Kursfantasien der Börsianer.

Chipwerte wie Infineon und Siltronic, die am Vortag von positiven Branchennachrichten des US-Halbleiterherstellers Micron profitiert hatten, bauten ihre Gewinne aus.

Um dreieinhalb Prozent kletterten die Aktien des Autozulieferers Norma - hier erfreute ein Auftrag eines Batterieherstellers die Anleger. Aktien des Windkraftanlagenherstellers Nordex rückten - ebenfalls nach einem Auftrag - um gut ein Prozent vor.

Dagegen standen TLG Immobilien nach einer Kapitalerhöhung unter Druck. Sie rutschten mit mehr knapp zehn Prozent Minus an das SDax-Ende.

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