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Lübcke-Ermittler: Keine Anhaltspunkte für Terrorvereinigung
Trauerfeier für Walter Lübcke
27.06.2019 - 12:57 Uhr
Karlsruhe (dpa) - Auch nach zwei weiteren Festnahmen im Mordfall Lübcke geht die Bundesanwaltschaft nicht von der Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung aus. Dafür gebe es bislang keine Anhaltspunkte, sagte ein Sprecher der Behörde in Karlsruhe.

Am Mittwochnachmittag hatte die Bundesanwaltschaft zwei weitere Personen festnehmen lassen. Sie sieht die beiden Deutschen im Alter von 64 und 43 Jahren (Elmar J. und Markus H.) dringend der Beihilfe zum Mord verdächtig.

Die oberste Anklagebehörde will entsprechende Haftbefehle beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs beantragen. Der 64-Jährige soll dem mutmaßlichen Täter Stephan E. im Jahr 2016 die spätere Tatwaffe verkauft haben. Der Jüngere soll den Kontakt vermittelt haben.

Ihre Wohnungen in Kassel sowie im Landkreis Höxter wurden durchsucht. Ob dabei Belastendes gefunden wurde, sagte die Behörde nicht. Nach dpa-Informationen wurden aber Waffen entdeckt, die dem Verdächtigen Stephan E. gehören sollen. Die Bundesanwaltschaft will gegen 12.30 Uhr über den Stand der Ermittlungen informieren.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) war in der Nacht zum 2. Juni mit einer Schussverletzung im Kopf auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen bei Kassel entdeckt worden. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Lübcke war wegen seiner Haltung zu Flüchtlingen bedroht worden. Der 45-jährige Stephan E. hat die Tat gestanden.

Laut NDR, WDR und «Süddeutscher Zeitung» hatte E. in seinem Geständnis offengelegt, dass er über zahlreiche Waffen verfügt - neben der Tatwaffe auch über eine Pump-Gun und eine Maschinenpistole vom Typ Uzi samt Munition. Er nannte Details, wie er sich diese beschafft hat und offenbarte die Verstecke. Ermittler fanden einige Waffen demnach in einem Erddepot auf dem Gelände seines Arbeitgebers. Stephan E. arbeitete bei einem Bahnzulieferer in Kassel. Laut dem Bericht handelt es sich um fünf Waffen.

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