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Flugtaxi Volocopter soll Probeflug in Stuttgart absolvieren
Flugtaxi Volocopter
14.09.2019 - 09:26 Uhr
Stuttgart (dpa) - Der sogenannte Volocopter soll erstmals auch in einer europäischen Innenstadt abheben. Am frühen Nachmittag soll das elektrisch angetriebene Vehikel, das aussieht wie eine Mischung aus Hubschrauber und Drohne, vor dem Mercedes-Museum starten - wenn die Wetterbedingungen stimmen.

Der Volocopter soll dabei ohne Passagiere fliegen. Ein Pilot steuert das Fluggerät vom Boden aus. Zuvor tauschen sich der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Daimler-Chef Ola Källenius über die Mobilität der Zukunft aus.

Der Flug in Stuttgart ist Teil eines Forschungsprojekts der Landesregierung und der Stuttgarter Hochschule für Technik. Besucher sollen vor und nach dem Flug befragt werden, ob sie sich vorstellen könnten, mit einem solchen Gefährt die Taxifahrt zum Flughafen zu ersetzen.

Das Bruchsaler Start-up, an dem auch der Autobauer Daimler beteiligt ist, ist nicht die einzige Firma, die die Vision von fliegenden Taxis verfolgt. Perspektivisch sollen die Flugtaxis autonom fliegen. Der Volocopter hatte seinen komplett autonomen Jungfernflug vor zwei Jahren in Dubai absolviert.

Kürzlich hatten Daimler und der chinesische Großaktionär Geely angekündigt, ihre Kooperation auf Flugtaxis auszuweiten. Dazu steigt der chinesische Konzern über eine Finanzierungsrunde bei Volocopter ein. Daimler ist bereits seit 2017 an dem Start-Up beteiligt. Die helikopterähnlichen Flugtaxis mit Elektroantrieb sollen vor allem in stau- und smoggeplagten Megacities unter anderem in China zum Einsatz kommen. «Wir freuen uns zu sehen, dass unsere Partner von Geely in Volocopter investieren», hatte Daimler-Chef Källenius gesagt.

Die Volvo-Muttergesellschaft Geely und Volocopter wollen auch ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, um Luftmobilität in Metropolen auch «in den wichtigen chinesischen Markt zu bringen». Geely war im Februar 2018 mit 9,7 Prozent der Anteile beim Daimler-Konzern eingestiegen und damit auf einen Schlag zum größten Aktionär geworden. Seitdem prüfen die Schwaben und die Chinesen, wie sie sinnvoll zusammenarbeiten können.

Angeführt von Geely sammelte Volocopter bei der abgeschlossenen Finanzierungsrunde 50 Millionen Euro ein, insgesamt hat die Firma aus dem baden-württembergischen Bruchsal bisher damit 85 Millionen Euro von Investoren erhalten. Die Gründer bleiben Hauptanteilseigner. Gegen Ende des Jahres will Volocopter weiteres Geld einsammeln. In den kommenden drei Jahren will die Firma ihr erstes Modell marktfähig machen.

Mitteilung Volocopter

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