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Nadal wehrt Matchball ab und siegt - Krawietz-Mies verlieren
Siegreich
13.11.2019 - 20:54 Uhr
London (dpa) - Rafael Nadal blickte völlig ausgepumpt, aber siegessicher zum Videowürfel unter dem Hallendach. Nach dem zweiten Tennis-Spektakel innerhalb von weniger als 24 Stunden überprüfte das Hawk-Eye den Matchball.

Eine Rückhand des russischen Shootingstars Daniil Medweded war im zweiten Gruppenspiel der ATP Finals in London knapp neben der weißen Markierung gelandet. Der Linienrichter gab den Schlag gut, doch das elektronische Hilfsmittel brachte Gewissheit: Nach einem 1:5 im dritten Satz und der Abwehr eines Matchballs krönte Nadal ein nicht für möglich gehaltenes Comeback mit einem 6:7 (3:7), 6:3, 7:6 (7:4)-Erfolg.

Zwei Tage nach seiner Niederlage gegen Titelverteidiger Alexander Zverev wahrte der 33 Jahre alte Weltranglisten-Erste aus Spanien bei dem Turnier der besten acht Tennisspieler des Jahres damit seine Chance auf den Einzug in das Halbfinale. Die Möglichkeit auf das frühzeitige Weiterkommen vergaben wenige Stunden später die deutschen Doppelspieler Kevin Krawietz und Andreas Mies. Die French-Open-Sieger unterlagen Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut 5:7, 6:7 (3:7). Das französische Duo steht damit im Halbfinale. Krawietz und Mies kämpfen am Freitag gegen die bislang sieglosen Kolumbianer Juan Sebastian Cabal/Robert Farah um das Vordringen in das Halbfinale.

Einen Tag nach dem 6:7 (5:7), 6:3, 7:6 (7:5) des Österreichers Dominic Thiem gegen Novak Djokovic aus Serbien erlebten die 17 000 Zuschauer in der O2-Arena ein weiteres hochspannendes Match zwischen Nadal und Medwedew. «Dieser Sieg ist eine Kombination aus vielen Dingen: Glück, einigen Fehlern von Daniil, einigen guten Momenten von mir am Ende», sagte Nadal nach der heroischen Tat in 2:44 Stunden und zeigte Mitgefühl mit dem Unterlegenen: «Es tut mir leid für Daniil. Ein Match so zu verlieren, ist hart und schmerzhaft.»

In der anderen Gruppe kommt es am Donnerstag (21.00 Uhr/alle Spiele Sky) zum Vorrunden-Showdown zwischen Roger Federer und Djokovic. Der Gewinner folgt Thiem in das Halbfinale, der Verlierer scheidet aus.

Im ersten Aufeinandertreffen seit dem US-Open-Endspiel, das Nadal Anfang September gegen Medwedew in fünf Sätzen für sich entschieden und den 19. Grand-Slam-Titel seiner Karriere gewonnen hatte, entwickelte sich ein absolut ausgeglichenes Duell. Im ersten Satz fiel die Entscheidung nach 53 Minuten erst im Tiebreak. Im zweiten Durchgang nutzte Nadal gleich im ersten Spiel die Chance zum Break zum 1:0 und glich nach 40 Minuten zum 1:1 nach Sätzen aus.

Den dritten Satz eröffnete der Weltranglisten-Medwedew furios, nahm dem French-Open- und US-Open-Sieger gleich zweimal das Aufschlagspiel ab, führte mit 5:1 und schien auf dem sicheren Weg zu seinem ersten Sieg gegen den Linkshänder aus Mallorca. Doch der erste russische Profi bei den ATP Finals seit Nikolai Dawidenkos Turniersieg 2009 fing an zu hadern und ließ sich auf Diskussionen mit seiner Box ein.

Nadal nutzte die Unkonzentriertheiten seines 23 Jahre alten Gegners und drehte das Match. «In dem Moment denkst du, in fünf Minuten bist du in der Umkleide», schilderte Nadal den Matchball gegen sich. «Du spielst mit weniger Druck, weil du fast verloren bist. Irgendwann habe ich wieder an meine Chance geglaubt.»

Informationen zum Turnier

ATP-Profil Zverev

Spielplan ATP Finals

ATP-Profil Nadal

ATP-Profil Medwedew

ATP-Profil Tsitsipas

ATP-Weltrangliste Einzel

direkter Vergleich Zverev - Tsitsipas

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