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Glücklicher Klopp entgeht K.o. mit FC Liverpool
RB Salzburg - FC Liverpool
10.12.2019 - 21:46 Uhr
Salzburg (dpa) - In großen Jubel brach Jürgen Klopp nicht aus. Der Erfolgstrainer des FC Liverpool nahm den souverän verhinderten K.o. des Titelverteidigers in der Champions League mit einem flüchtigen Lächeln cool zur Kenntnis.

Im Gruppenfinale beim österreichischen Fußball-Meister Red Bull Salzburg hielt der klare Tabellenführer der englischen Premier League dem Druck stand und siegte nach einem eiskalten Doppelschlag am Ende verdient mit 2:0 (0:0).

«Wir sind bereit, uns schwierigen Situationen entgegenzustellen, weil die Jungs einen tollen Charakter haben», lobte Klopp seine Spieler. Der Ex-Leipziger Naby Keita (57.) und der Ägypter Mohamed Salah (58.) entschieden mit ihren Toren eine lange offene und von beiden Teams intensiv geführte Partie. Liverpool zog mit 13 Punkten als Erster der Gruppe E vor dem SSC Neapel (12) mit Ex-Bayern-Coach Carlo Ancelotti ins Achtelfinale ein. Die von ihren Fans mit Applaus verabschiedeten Salzburger spielen in der Europa League weiter. Klopp zollte dem Gegner großen Respekt: «Man hat gesehen, wie gut Salzburg ist.»

Die mit 29.520 Zuschauern ausverkaufte Salzburger Arena kochte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Liverpool erspielte sich ein klares Chancen-Plus. Aber die Top-Angreifer Salah und Sadio Mané vergaben in der ersten Hälfte mehrere gute Möglichkeiten oder scheiterten wie der ehemalige Salzburger Keita an RB-Torwart Cican Stankovic.

Österreichs Serienmeister setzte Klopps Team mit Kampfgeist und Tempofußball zu. «Wir sind sehr enttäuscht. Besser als bis zum ersten Gegentor können wir nicht spielen», kommentierte RB-Coach Jesse Marsch. Da Neapel im Parallelspiel gegen den KRC Genk rasch klar führte, durfte Liverpool nach dem 4:3 im spektakulären Hinspiel gegen die Salzburger wegen des direkten Vergleichs nicht verlieren. Der aggressive Pressingstil, den die Salzburger bis zum Sommer unter dem aktuellen Gladbach-Coach Marco Rose erlernt und perfektioniert haben, führte immer wieder zu aussichtsreichen Offensivaktionen.

Salzburgs Zielspieler war meist Jungstar Erling Haaland. Der 19 Jahre alte Norweger, um den etliche Topclubs in Europa buhlen, konnte aber nicht sein neuntes Saisontor in der Königsklasse bejubeln. Bei seinen besten Abschlüssen scheiterte Haland an Torwart Alisson Becker (24.) und zielte knapp vorbei (51.). Zwei Ex-Salzburger brachten Liverpool schließlich auf die Siegerstraße. Angreifer Mané flanke auf Mittelfeldspieler Keita, der den Ball ins Tor köpfte. Salah legte prompt aus spitzestem Winkel nach. Salzburg gelang kein Comeback.

Nach Liverpools Weiterkommen bleibt der FC Chelsea der einzige Titelverteidiger, der in der Gruppenphase scheiterte. Das passierte dem Londoner Club im Herbst 2012 wenige Monate nach dem Finalerfolg im Elfmeterschießen in München gegen den FC Bayern.

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