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Olympia-Traum geplatzt: Handball-Frauen nur WM-Achte
Aus
13.12.2019 - 08:40 Uhr
Kumamoto (dpa) - Der Traum von Olympia ist für die deutschen Handballerinnen geplatzt.

Die DHB-Auswahl verlor bei der Weltmeisterschaft das Spiel um Platz sieben gegen Schweden deutlich mit 24:35 (13:18) und verpasste als WM-Achter das Ticket für eines von drei Olympia-Qualifikationsturnieren im März kommenden Jahres. Beste deutsche Werferin für das Team von Bundestrainer Henk Groener war Alicia Stolle mit sechs Toren. «Wir hatten nur für 20 Minuten Energie. Die Luft war raus», sagte Groener.

Nach den Niederlagen gegen Serbien (28:29) und Norwegen (29:32), als bereits ein Remis zum Einzug in das Halbfinale gereicht hätte, schaffte die DHB-Auswahl nicht die erhoffte Wende. Somit reist das Groener-Team trotz einer insgesamt guten WM-Vorstellung am Sonntag mit leeren Händen zurück in die Heimat. Zum dritten Mal nacheinander finden Olympische Spiele ohne die deutschen Handballerinnen statt.

«Ich habe selten ein schlechteres Spiel gesehen. Das war unterirdisch und einfach nur peinlich, sich so abschießen zu lassen», sagte Torfrau Dinah Eckerle. «Wir hatten keinen Plan.»

Mit versteinerten Mienen verfolgten DHB-Präsident Andreas Michelmann und die Vorstandsmitglieder Mark Schober und Axel Kromer auf der Tribüne das Debakel gegen Schweden. Die Spielerinnen lagen nach dem neunten WM-Spiel innerhalb von 14 Tagen entkräftet auf dem Parkett. «Die Enttäuschung ist gnadenlos groß», sagte Kromer.

Dabei war Deutschland hervorragend in die Partie gestartet. Trotz ihrer im Norwegen-Spiel erlittenen Fußverletzung drehte Alicia Stolle anfangs richtig auf. Die Linkshänderin erzielte fünf der ersten acht deutschen Treffer und sorgte fast im Alleingang für die 8:4-Führung nach 14 Minuten. Am Ende war sie beste deutsche Werferin mit sechs Treffern.

Doch statt diesen Vorsprung auszubauen, vergab die deutsche Mannschaft in der Folge eine Serie bester Chancen und verlor völlig den Faden. Schweden drehte die von beiden Seiten sehr hektisch geführte Partie und lag ab dem 10:9 in Führung. Der deutsche Abwärtstrend setzte sich bis zum 13:18-Pausenrückstand fort.

Als sich Schweden gleich nach dem Seitenwechsel direkt auf 20:13 absetzte, war die Vorentscheidung frühzeitig gefallen. Die DHB-Auswahl wirkte ausgebrannt und konnte nichts mehr entgegensetzen. Am Ende gab es nur Tränen und Enttäuschung.

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