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Dax nach Handelsabkommen ohne klare Richtung
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16.01.2020 - 12:02 Uhr
Frankfurt / Main (dpa) - Nach der Unterzeichnung des ersten Handelsabkommens zwischen den USA und China ist der Dax am Donnerstag um seinen Vortagesstand gependelt.

Zunächst hatte der Leitindex für den deutschen Aktienmarkt bis auf fast 13.500 Zähler zugelegt, ehe die Kurse bröckelten. Gegen Mittag verlor der Dax 0,22 Prozent auf 13.402,90 Punkte. Besser lief es beim MDax der mittelgroßen Börsenwerte mit plus 0,22 Prozent auf 28.469,52 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,14 Prozent.

Im Dax gewannen die RWE-Aktien rund zweieinhalb Prozent. Betreiber von Kohlekraftwerken bekommen Milliardenentschädigungen für das vorzeitige Abschalten ihrer Anlagen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte am Donnerstag in Berlin, Betreiber westdeutscher Kraftwerke erhielten 2,6 Milliarden Euro, Betreiber von Anlagen im Osten 1,75 Milliarden. Eon gewannen im Kielwasser von RWE am Donnerstag 0,9 Prozent.

Platz eins im Dax sicherten sich abermals Wirecard mit einem Aufschlag von fast 6 Prozent. Allein in dieser Woche haben sich die Titel des Zahlungsabwicklers nun schon um rund 16 Prozent verteuert. Meldungen über einen Wechsel im Aufsichtsrat und zu Übernahmen in der Branche hatten beflügelt.

Aktien aus dem Autosektor setzten Anleger abermals auf ihre Verkaufslisten. Volkswagen verloren als Schlusslicht im Dax gut 2 Prozent. BMW und Daimler sanken um 1,6 beziehungsweise 1,2 Prozent. Dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump einem Medienbericht zufolge mit Strafzöllen auf Autos aus der EU drohte, um im Atomstreit mit dem Iran Druck auf Europas Regierungen zu machen, belaste den Sektor, sagten Händler.

Der Batteriehersteller Varta baut wegen der ungebrochen steigenden Nachfrage nach Lithium-Ionen-Zellen seine Produktion schneller als ursprünglich gedacht aus. An der MDax-Spitze reagierten die Aktien darauf mit einem Plus von mehr als 5 Prozent.

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