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Schüsse auf Büro: Merkel unterstützt SPD-Abgeordneten Diaby
Bundestag
16.01.2020 - 17:45 Uhr
Halle / Berlin (dpa) - Nach dem Angriff auf das Bürgerbüro des SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby in Halle sind auch am Justizzentrum Löcher in mehreren Fenstern festgestellt worden. «Wodurch die Schäden entstanden sind, wird derzeit ermittelt», sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Bislang lägen keine Hinweise auf Täter oder Motive vor. Es werde ein Zusammenhang beider Taten geprüft. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Schäden wurden am Donnerstagmorgen bemerkt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte dem SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby Unterstützung zu. Am Mittwoch waren an einer Scheibe des Bürgerbüros Diabys im sachsen-anhaltischen Halle mehrere Einschusslöcher festgestellt worden.

Merkel redete während der Debatte über die Organspende im Bundestag an diesem Donnerstag kurz mit Diaby. Dabei habe sie ihm ihre Unterstützung signalisiert, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der Angriff auf das Büro des im Senegal geborenen, schwarzen Diaby hatte Bestürzung ausgelöst.

Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) verurteilte den Angriff auf das Bürgerbüro des SPD-Abgeordneten Karamba Diaby als «empörenden Vorgang». «In einer Demokratie darf Gewalt niemals Mittel der Auseinandersetzung sein», betonte er vor Beginn einer Aktuellen Stunde zum Schutz von Kommunalpolitikern.

Oppermann sagte, der Einsatz von Schusswaffen bedeute «eine neue Qualität». Unter dem Beifall aller Fraktionen versicherte er zudem: «Wir stehen solidarisch hinter dem Kollegen Diaby und seinen Mitarbeitern, die Ziel dieses Angriffs gewesen sind.»

Die Polizei hat noch keine Hinweise auf den oder die Täter. «Die Auswertung der Spuren dauert an», sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Halle. Polizei und Staatsschutz ermitteln. Laut Polizei wurden mehrere Einschusslöcher an einem Schaufenster des Bürgerbüros entdeckt. Projektile wurden nicht gefunden. Die Einschusslöcher waren am Mittwochvormittag von Mitarbeitern des Büros entdeckt worden, den Angaben nach waren es fünf.

Unterdessen erklärte Diaby per Kurznachrichtendienst Twitter, er sei zutiefst dankbar für die Solidarität, die er von Tausenden Menschen erhalten habe. «Ihr gebt mir Kraft und Mut.»

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