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Hoffenheim-Profis sauer nach Remis beim VfB
VfB Stuttgart - 1899 Hoffenheim
16.03.2019 - 19:04 Uhr
Stuttgart (dpa) - Markus Weinzierl konnte mit dem Punkt leben. Julian Nagelsmann auch. Aber einige Spieler der TSG 1899 Hoffenheim verließen nach dem 1:1 (1:0) beim VfB Stuttgart verärgert das Stadion.

«Wir müssen uns nicht in die Tasche lügen. Wir sind kein Topteam momentan», sagte der enttäuschte Mittelfeldspieler Kerem Demirbay. Während der VfB sich zumindest über einen Punkt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga freute, verpassten die Hoffenheimer den Anschluss an die Europapokalplätze der Tabelle.

Ausgerechnet der von Hoffenheim an den VfB ausgeliehene Steven Zuber (66. Minute) hatte die Europa-Hoffnungen der Gäste zuvor mit seinem Ausgleichstreffer gedämpft. Andrej Kramaric (42.) hatte die Gäste in Führung gebracht - aber zum zehnten Mal in dieser Saison schaffte es die TSG nicht, aus einer Führung einen Sieg zu machen. Trotzdem zeigte sich Trainer Nagelsmann nicht enttäuscht.

«Wenn man die Chancen sieht, ist der Punkt für beide Seiten in Ordnung», sagte der 31-Jährige nach einer unterhaltsamen, aber auch zerfahrenen Partie. «Wir haben vergessen, das zweite Tor zu machen.» Sein VfB-Kollege Weinzierl freute sich «über die Moral und die Zweikampfstärke» seiner Mannschaft. «Nochmal so eine Leistung, dann habe ich Zuversicht, dass wir noch viele Punkte holen diese Saison und dass das dann am Ende auch reicht, um in der Liga zu bleiben», ergänzte der Coach des Tabellen-16.

Zwischen beiden Trainern hatte es vor dem Anpfiff ein kurioses Wiedersehen gegeben. Erstmals in seiner noch jungen Bundesliga-Karriere traf Nagelsmann zum zweiten Mal nacheinander auf denselben VfB-Coach. Und eine ähnlich torreiche Partie wie bei der 0:4-Niederlage des VfB im Hinspiel deutete sich auch diesmal an.

In den vergangenen 18 Bundesliga-Duellen zwischen beiden Teams waren immer Tore gefallen. Auch am Samstag ging es munter los. Schon in der 4. Minute musste Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann gegen VfB-Angreifer Alexander Esswein eine erste starke Parade zeigen.

Und das Tempo blieb hoch. Dirigiert von Mittelfeldspieler Gonzalo Castro versuchte der VfB über schnelle Gegenstöße die Defensivschwächen der Gäste auszunutzen. Hoffenheim erarbeitete sich zunächst ein Chancenübergewicht, dann aber schlugen die Gastgeber beinahe zu: Eine Direktabnahme des Ex-Hoffenheimers Andreas Beck (37.) ging allerdings an den Innenpfosten. Beeindrucken ließ sich die TSG aber auch davon nicht - und schlug nur fünf Minuten später zu.

Nach schöner Vorarbeit von Ishak Belfodil erzielte der starke Kramaric aus kurzer Distanz sein 46. Bundesliga-Tor für die TSG. Der Kroate ist nun gemeinsam mit dem Sejad Salihovic Toptorschütze der TSG in der Bundesliga. Und dieses Gegentor brachte die bis dahin guten Stuttgarter deutlich aus dem Tritt.

Selbst die Halbzeitpause half nicht, denn nur zwei Minuten nach dem Seitenwechsel hätte Pavel Kaderabek fast das 2:0 erzielt - sein Kopfball nach Demirbay-Ecke landete jedoch am Pfosten. Demirbay (64.) hätte fast nachgelegt, ehe der von Hoffenheim ausgeliehene Zuber die Schwaben aufweckte. Einen flachen Pass von Beck musste der Schweizer aus kurzer Distanz nur noch zum Ausgleich einschieben.

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