Alles begann mit der Sehnsucht nach Taizé

Baden-Baden (red) – Die Katholische Kirchengemeinde Baden-Baden-Rebland erinnert mit Gottesdiensten an „20 Jahre Taizé-Gebet“.

Schon seit 20 Jahren wird im Rebland das Taizé-Gebet gepflegt.  Foto: Kirchengemeinde

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Schon seit 20 Jahren wird im Rebland das Taizé-Gebet gepflegt. Foto: Kirchengemeinde

Seit zwei Jahrzehnten wird in der katholischen Kirchengemeinde Baden-Baden-Rebland das Taizé-Gebet gepflegt. In den Pfingstferien im Jahr 2000 starteten an die 30 Jugendliche aus dem Rebland und der näheren Umgebung zum ersten Mal nach Burgund. Ihr Ziel war die Brüdergemeinde in Taizé.

Dem Geist von Taizé entsprechend stammten die Jugendlichen aus katholischen und evangelischen Gemeinden – besteht doch die Taizé-Gemeinschaft aus ungefähr 100 Brüdern verschiedener christlicher Konfessionen aus etwa 25 Ländern, heißt es in einem Rückblick der Kirchengemeinde. Der unbedeutende Ort Taizé wurde durch den Gründer der ökumenischen Gemeinschaft, Frère Roger, zu einer weltbekannten Begegnungsstätte junger Menschen vieler Konfessionen.

Schon am Ende der ersten Reise stand für die Jugendlichen fest: „Wir werden sicher wiederkommen, am liebsten schon nächstes Jahr, der Funke ist übergesprungen, wir nehmen ihn mit nach Hause. Wir treffen uns zum Singen und Beten, stecken mit Begeisterung an, damit mittwochs, wenn wir uns begegnen, jeder Feuer fangen kann“, schildert die Kirchengemeinde die Anfänge. „So dichteten sie damals und waren voller Eifer, ein Stück Taizé im Rebland aufleben zu lassen. Es war der Wunsch der Jugendlichen, ein Taizé-Gebet regelmäßig zuhause durchzuführen. Waren es doch neben den Begegnungen mit Menschen aus aller Welt die Gottesdienste in Taizé, die es den Jugendlichen angetan hatten“, heißt es im Bericht der Kirchengemeinde. Die Glocken des einfachen Glockenturms rufen drei Mal am Tag in die schlichte Kirche, die von den Brüdern mit orangefarbenen Tüchern, Pflanzen und Kerzen verschönert wird. Alle sitzen auf dem Boden oder auf kleinen Bänkchen. So sollte es auch in Varnhalt sein. Schnell wurde alles organisiert: ein Taizé-Kreuz entstand, Steine, in die die kleinen Taizé-Lichter kamen, wurden von einer Firma geliefert. Bänkchen wurden angeschafft und Teppichreste wurden im Altarraum ausgelegt, die Liederbücher brachte man aus Taizé mit.

Eröffnung des Jubiläumsjahres am 16. September

Nur etwa drei Monate nach der ersten Taizé-Fahrt, der noch drei weitere folgten, war es so weit: Am 13. September 2000 fand um 19 Uhr das erste Taizé-Gebet in der Varnhalter Herz-Jesu-Kirche statt. Anfangs übte man die Gesänge vorher ein, der Mittwochabend wurde zum Taizé-Abend – außer in den Schulferien – und blieb es bis heute. Treue Helferinnen, Instrumentalistinnen und die Organistin gehören „zum festen Inventar“ und halten die Tradition aufrecht. „Leider fehlen heute die Jugendlichen“, schreibt die Kirchengemeinde. Es sind eher die Älteren, die zum Taizé-Gebet kommen, das jeden Mittwoch in der Herz-Jesu-Kirche und am Buß- und Bettag in der evangelischen Kirche in Steinbach gehalten wird.

Am Beginn des Kirchenjahres steht seit jeher die Nacht der Lichter, ein etwas längeres Taizé-Gebet, das in diesem Jahr auf Freitag, 27. November, fällt. Am 16. September eröffnet die Kirchengemeinde mit einem besonderen Taizé-Gebet das „Jubiläumsjahr“ – mit Fotos von Taizé, Statements von Mitbetern, mitgestaltet von Musikern und Sängern, da in der Corona-Zeit ein wichtiger Bestandteil des Taizé-Gebets nicht zum Zuge kommt: das gemeinsame Singen. Ein Gottesdienst am 8. November wird ebenfalls unter dem Schwerpunkt „Taizé“ vorbereitet. Alle ökumenisch Gesinnten sind zu denn drei Gottesdiensten nach Varnhalt eingeladen sowie zu den wöchentlich stattfindenden halbstündigen Taizé-Gebeten immer mittwochs um 19Uhr in der Varnhalter Herz-Jesu-Kirche.

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Erstellt:
1. September 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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