Am Baden-Badener Pädagogium ist Vorsicht das oberste Gebot

Baden-Baden (red) – Das Pädagogium in Baden-Baden zieht nach der ersten Schulphase, von den Sommerferien bis jetzt, ein positives Fazit. Auch wenn die Hygieneregeln viel Aufmerksamkeit verlangen.

Im Falle einer Quarantäne können Lehrer für den Unterricht auch online ins Klassenzimmer zugeschaltet werden. Foto: Pädagogium

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Im Falle einer Quarantäne können Lehrer für den Unterricht auch online ins Klassenzimmer zugeschaltet werden. Foto: Pädagogium

Das Pädagogium Baden-Baden sammelte in den Wochen nach den Sommerferien wichtige Erfahrungen im Umgang mit dem neuen Unterricht vor Ort und kann seine Schüler weitestgehend im vollwertigen Unterricht betreuen. Dennoch ist vieles anders als zuvor, und man merkt in allen Situationen, dass Vorsicht großgeschrieben wird, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.
Seit sechs Wochen sind die Schüler wieder in der Schule und haben sich an die neue Unterrichtssituation sehr schnell gewöhnt. „Morgens ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Schüler ihre Maske spätestens beim ersten Schritt auf den Schulcampus aufsetzen, ohne dass man viel ermahnen muss“, stellt Alexander Klein, stellvertretender Schulleiter der beruflichen Gymnasien fest.

Vieles läuft nicht wie gewohnt ab

Natürlich habe man ein mehrseitiges Hygienekonzept erstellt, das stets aktualisiert werde, und viele neue Regularien bedingen den Tagesablauf der Ganztagsschule. Man achte streng darauf, dass diese Bedingungen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern sich auch alle an diese halten. Vieles könne aber nicht wie gewohnt ablaufen: So fanden viele Aktionen bei der Begrüßung der Fünftklässler nicht statt und Veranstaltungen mussten erst einmal verschoben werden. Dennoch versuche die Schule, Alternativen zu schaffen, um die Schulzeit und den persönlichen Kontakt weitestgehend normal zu gestalten. So fand beispielsweise der Familientag digital statt. Üblicherweise erfahren die Eltern von den Klassenlehrern an diesem Tag alles Wesentliche über das kommende Schuljahr und haben anschließend die Möglichkeit, den Schulcampus und das Kollegium kennenzulernen. Alternativ dazu hat man sich in diesem Jahr digital zu einer Videokonferenz getroffen, sodass ein erstes Kennenlernen dennoch möglich war und alle Informationen bekannt gemacht werden konnten.

Kollegium trifft sich nur noch digital zu Konferenzen

Aber auch im Unterricht, den Lernzeiten und in den breit gefächerten Freizeiten ist die Schule laut Mitteilung bestrebt, die Angebote so vielfältig wie möglich beizubehalten – soweit es die Corona-Verordnung und das Hygienekonzept eben zulassen. Auch das Kollegium treffe sich nur noch digital zu Konferenzen.

Den Lehrern wurden entsprechende Fortbildungen angeboten. Nach den Erfahrungen des vergangenen Schuljahres stehe fest, dass man immer wieder auf einen digitalen, verbindlichen Online-Stundenplan zurückgreifen werde, falls dies notwendig werden sollte.

Im pädagogischen Fokus stehe, dass die Lehrer als verbindliche Ansprechpartner zur Verfügung stehen, sei dies im Unterricht vor Ort oder eben digital im Online-Unterricht.

So wurde auch darauf geachtet, dass man Lehrer und Schüler, die sich aufgrund eines möglichen Kontakts in Quarantäne begeben mussten, zumindest in der Oberstufe digital ins Klassenzimmer holt, damit die Versäumnisse nicht zu groß werden.

Froh ist das Pädagogium darüber, dass bislang noch kein Schüler und kein Lehrer positiv getestet wurde „und nur vorsorglich einzelne Personen zuhause geblieben sind“. All diese Erfahrungen seien Werte, mit denen eine eingerichtete Task Force ebenfalls einen pädagogischen Tag vorbereitet, um die Kollegen auch in Zukunft weiter fortzubilden, „sodass das Pädagogium immer stärker eine Schule werden wird, in der digitale Medien eine Selbstverständlichkeit werden“, heißt es in der Mitteilung.

Trotz all dieser Bemühungen sei man aber bestrebt, Schule so lange und so normal wie möglich im Klassenzimmer zu betreiben: „Es ist klar, dass der reine digitale Unterricht nicht vergleichbar mit Präsenzunterricht ist, dennoch kann man Inhalte vermitteln und Fragen klären, damit der Unterrichtsausfall so minimal wie möglich gehalten wird“, wird Patrick Krauss, Abteilungsleiter des Gymnasiums, in der Mitteilung abschließend zitiert.

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Erstellt:
27. Oktober 2020, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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