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Auf dem Sprung über den Großen Teich

Baden-Baden (co) – Für Sebastian Dracu ist derzeit alles im Fluss. Der junge Rockmusiker aus Baden-Baden setzt gerade zum Sprung über den Großen Teich an und baut sein Netzwerk in London aus.

Karrieremäßig alles im Fluss: Sebastian Dracu vergisst dennoch seine Wurzeln in der Kurstadt nicht. Foto: Hecker-Stock

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Karrieremäßig alles im Fluss: Sebastian Dracu vergisst dennoch seine Wurzeln in der Kurstadt nicht. Foto: Hecker-Stock

Für Sebastian Dracu ist derzeit alles im Fluss. Der junge Rockmusiker aus Baden-Baden setzt gerade zum Sprung über den Großen Teich an, er hat einen heißen Draht zu einem populären Produzenten und baut intensiv sein Netzwerk auch in Richtung London und Kanada aus.

Sein Ziel war es schon immer, „raus zu gehen“ und seine handgemachte, ehrliche Rockmusik in die Welt zu tragen. Wer den sympathischen Weststädter kennt, der weiß: Das sind keine abgehobenen Höhenflüge. Denn Sebastian Dracu bleibt trotz seines wachsenden Erfolges ein bodenständiger Typ und hat seine Wurzeln nie vergessen. Für seine engen Freunde hier, wie den Tobi, mit dem er seit der zweiten Klasse ganz dick befreundet ist, da nimmt er sich immer Zeit, daran wird sich auch nichts ändern.

Diese menschliche Komponente, die den persönlichen Kontakt mit seinen Fans einschließt, ist ihm auch auf seinen Konzerten ganz wichtig. Sebastian Dracu ist nicht der forsche Draufgänger, der auf Teufel komm raus verkaufen und Karriere machen will. Sein stetig wachsendes Netzwerk gründet sich auf gute Kollegialität und gegenseitige Unterstützung. Eigenschaften, die er in seinem Genre oft vermisst „aber damit kommst du überall auf der Welt weiter“. Dass er nicht nur gute Songs schreibt und bluesgetränkte Rockmusik macht, wofür er 2015 mit dem Rock & Pop Award als bester Gitarrist Deutschlands ausgezeichnet wurde, sondern auf seine lässige Art einfach jeden anquatschen und ins Gespräch ziehen kann, kommt ihm nun zugute.

Über Gigs in der Region hochgearbeitet

Dracu, der sich über Gigs in der Region in den vergangenen Jahren stetig hochgearbeitet hat und heute zur Szene von Frankfurt, Hamburg oder Berlin gehört, ist seit einigen Jahren bei der Guitar Summit in Mannheim dabei. Sie gilt als eine der größten Gitarrenmessen mit Ausstellern und Besuchern aus aller Welt. Für den Verstärkerhersteller Vox demonstriert er dort sein eigenes Können und das der Anlage. Seine coole und natürliche Art als Promoter und seine Musik fiel dem Vertreter einer französischen Gitarrenfirma auf, so kam jetzt die Einladung nach Los Angeles zur NAMM-Show zustande. Sie gilt in den USA als eine der größten Messen der Musikindustrie, „da wollen alle hin“ weiß Dracu und freut sich vor allem auf das Knüpfen weiterer Kontakte. Mit einem populären Produzenten hat er bereits vereinbart, in dessen Studio einen Song aufzunehmen. Und wer weiß, vielleicht wird ja mehr daraus?

Dracu selbst sieht seine Musik als ziemlich roh und energiegeladen – „die filigrane Seite geht da manchmal flöten“, sagt er selber. Nachdem er im Herbst noch eine Krise hatte, da er sich dem Diktat der Produzenten nicht unterordnen und seine eigene Musik machen will, ohne auf Verkaufszahlen zu schielen, sieht er jetzt eine Riesenmöglichkeit. Er will vom 14. bis 24. Januar in Los Angeles seine Chance bei dieser Riesenshow mit rund 20 Bühnen nutzen, keine Open Stage für Auftritte auslassen und vor allem viel netzwerken. Denn er hat noch weitere musikalische Pläne in diesem Jahr – es zieht ihn an die Ostküste und nach Kanada, wo er Auftritte plant, und auch London wird er einen Besuch abstatten.

Als Rockmusiker will er mit seiner Akustikgitarre die Bühnen der Welt erobern, aber nicht um jeden Preis. Verbiegen wird sich Sebastian Dracu auch für eine Karriere in Amerika nicht.

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Erstellt:
7. Januar 2020, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 43sec

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