Auswirkungen auf Schulen und Kindergärten

Baden-Baden/Kuppenheim/Gernsbach (red/stj/dpa) – Das Coronavirus und die damit einhergehenden Vorsichtsmaßnahmen haben auch Auswirkungen auf Bildungseinrichtungen.

Auswirkungen auf Schulen und Kindergärten

Klassen werden geschlossen, Lehrer bleiben zu Hause. Das Coronavirus hat auch für Schulen und Kindergärten Folgen. Symbolfoto: picture alliance/Dedert/dpa

Zunächst die gute Nachricht: Wie das Schulamt mitteilt, ist das Testergebnis der Schülerin einer zweiten Klasse der Grundschule Lichtental negativ ausgefallen. Am Dienstag war die Klasse vorsorglich vom Unterricht befreit worden. Nach dem negativen Testergebnis kann der Unterricht am Freitag wieder wie gewohnt stattfinden, heißt es aus der städtischen Pressestelle. In der Realschule bleiben die Schüler der Klassenstufen 7, 9 und 10 hingegen über das Wochenende vorsorglich zu Hause. In der Vincenti-Grundschule bleibt eine Klasse ebenfalls über das Wochenende geschlossen, heißt es weiter.

Eine Gruppe des Kindergartens Pezzettino bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Dort ist am Dienstag eine Gruppe geschlossen worden. „Der Vater eines Kindes ist mit dem Coronavirus infiziert“, informierte der städtische Pressesprecher Roland Seiter. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt wurde die Schließung der Gruppe beschlossen. Die Stadt Kuppenheim hat am Mittwochnachmittag bekannt gegeben, dass der Kindergarten „Kleine Riesen“, In der Kleinau 3, ab Donnerstag vorübergehend geschlossen wird. Von einem Krankheitsfall wird dort zwar nicht berichtet, jedoch sind in der Einrichtung mehrere elsässische Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Das Robert-Koch-Institut hatte am Mittwochmittag die gesamte Region Grand Est in Frankreich als Risikogebiet eingestuft. Dazu gehört neben dem Elsass auch Lothringen und Champagne-Ardenne. Die Klassen 10 b und 10 d der Realschule Gernsbach waren am Mittwoch in der KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof – genau zu dem Zeitpunkt, als das Elsass zum Risikogebiet erklärt worden ist. Die Schüler hatten zwar keine Kontaktmöglichkeiten außerhalb der Klassen, müssen aber jetzt zwei Wochen zu Hause bleiben, wie Realschul-Rektor Joachim Schneider informiert.

Lücken im Stundenplan der Theodor-Heuss-Schule

Einige Lehrkräfte und Schüler der Theodor-Heuss-Schule hielten sich in den vergangenen 14 Tagen in Risikogebieten auf. Die Betroffenen wurden für 14 Tage nach Hause geschickt. Dadurch entstanden erhebliche Versorgungslücken im Unterricht. Deshalb gilt für die kommenden beiden Wochen ein Notplan: Für alle Klassen der Schule ist ab Freitag, 13. März, bis einschließlich Freitag, 20. März, Unterrichtsbeginn erst um 8.30 Uhr. Die Klassen 6a und b sowie 7a und b haben bis einschließlich Freitag, 20. März, keinen Unterricht und bleiben zu Hause. Die Klassen 8a und b haben von Dienstag, 17. März, bis Freitag, 20. März, keinen Unterricht und bleiben ebenfalls zu Hause. Der elektronische Stundenplan ist im Moment außer Kraft gesetzt. Weitere Informationen gibt es auf der Schulhomepage www.theodor-heuss-schule.de.

Auch an der Von-Drais-Schule in Gernsbach waren laut Internetseite der Schule „zahlreiche Kolleginnen und Kollegen“ im Elsass. Deshalb müsse die Schule diese für Donnerstag und Freitag freistellen.Es werde deshalb kein regulärer Unterricht, sondern nur eine Notfallbetreuung stattfinden. Den Schülern werde freigestellt, ob sie an den beiden Tagen die Schule besuchen möchten, heißt es zudem

„Infodienst Kita Baden-Baden“ gibt Auskunft

Derzeit gibt es im Baden-Badener Rathaus zahlreiche Anfragen in zur Betreuung in Kindertageseinrichtungen, Krippen und Kindertagespflege. Dazu empfiehlt die Verwaltung den Eltern, sich gezielt an den „Infodienst Kita Baden-Baden“ unter der Rufnummer (07221) 93-14959 zu wenden. Die Hotline ist dienstags bis donnerstags von 9 bis 13 und 14 bis 16 Uhr erreichbar.

Auf der Internetseite der Stadt (www.baden-baden.de) sind unter dem Stichwort „Coronavirus“ vielseitige Informationen rund um die Erkrankung nachzulesen. Zudem bietet die Stadt mehrere hilfreiche und informative Links, sei es zur Hygiene, zu Reisewarnungen, Schule und Gesundheit.

Wie am Donnerstagnachmittag bekannt wurde, ist eine deutschlandweite Schließung von Schulen wegen der Ausbreitung des Coronavirusʼ jedoch nicht geplant. Die baden-württembergische Landesregierung will am Freitag bei einer Sondersitzung des Kabinetts über allgemeine Schulschließungen im ganzen Land bis Ostern entscheiden. Die Sondersitzung findet um 12 Uhr statt und soll eventuell per Videoschalte durchgeführt werden. Dort sollen Maßnahmen beschlossen werden, um das Virus einzudämmen und die Ausbreitung zu verlangsamen.