Baden-Badener Pfadfinderprozess: Verteidiger will in Revision

Baden-Baden (nof) – Das Urteil des Landgerichts Baden-Baden im „Pfadfinderprozess“ wird zunächst nicht rechtskräftig. Der Verteidiger des Angeklagten kündigte Rechtsmittel an.

Verteidiger Andreas Kniep (rechts) kündigt einen Antrag auf Revision an. Foto: Sönke Möhl/dpa

© dpa

Verteidiger Andreas Kniep (rechts) kündigt einen Antrag auf Revision an. Foto: Sönke Möhl/dpa

Von Nico Fricke

„Wir werden auf jeden Fall einen Revisionsantrag stellen“, sagte Rechtsanwalt Andreas Kniep am Montagmorgen auf Anfrage des Badischen Tagblatts. Dann wird der Fall beim Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe landen, der darüber befinden muss, ob der Antrag zugelassen wird und ob das Urteil des Landgerichts Baden-Baden tatsächlich Rechtsfehler aufweist. Sollte der BGH zu diesem Schluss kommen, wird der Fall an eine andere Strafkammer des Landgerichts Baden-Baden zur erneuten Verhandlung zurückverwiesen. Doch das ist ein langer Werdegang, der wohl noch viel Zeit in Anspruch nimmt. Zunächst müsse er bei Gericht formal Revision einlegen, erläuterte Kniep den weiteren Ablauf. Dann werde die schriftliche Urteilsbegründung des Gerichts abgewartet, wofür es sechs Wochen Zeit habe. Nach Zustellung der Urteilsbegründung habe der Verteidiger wiederum einen Monat Zeit, um die Revision beim BGH zu begründen.

Um diesen Artikel weiterzulesen, müssen Sie ein Login für BT Digital haben.
Sie sind bereits registriert? Dann melden Sie sich bitte hier an.
Sie interessieren sich für einen BT Digital Zugang? Dann finden Sie hier unsere Angebote.

Zum Artikel

Erstellt:
4. Januar 2021, 14:33 Uhr
Aktualisiert:
4. Januar 2021, 15:55 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 29sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen