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Baugeschichte hier, Baustelle dort

Baden-Baden (nof) – Informationstafeln begleiten die Erneuerung der Reinhard-Fieser-Brücke. Auf vier großformatigen Schautafeln gibt es nun Bilder und Texte zur „Brücke mit vielen Namen.“

Hans Gützlaff präsentiert die Schautafeln. Gegenüber lockt der Blick auf die offene Oos.  Foto: Fricke

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Hans Gützlaff präsentiert die Schautafeln. Gegenüber lockt der Blick auf die offene Oos. Foto: Fricke

Von Nico Fricke

Dass auch eine weitgehend nicht mehr vorhandene Brücke zu einer echten Sehenswürdigkeit heranreifen kann, das erlebt Vincenz Wienk-Borgert jeden Tag. Es gibt wohl kaum einen Spaziergänger, der nicht stehen bleibt auf dem Reststück der Fieser-Brücke, um den Fortgang der Bauarbeiten zu beobachten. Nun treffen dort Baustelle und Baugeschichte aufeinander. „Wir haben damit gerechnet, dass die Erneuerung der Brücke viele Blicke auf sich zieht“, sagte der Projektleiter der städtischen Tiefbauabteilung beim gestrigen Pressegespräch zwischen Kreuzstraße und Lichtentaler Allee. „Deshalb wollen wir die Baustelle mit Informationen zur Historie der Brücke und ihrem Umfeld begleiten“, erklärte Wienk-Borgert. Auf vier großformatigen Schautafeln gibt es nun Bilder und Texte zur „Brücke mit vielen Namen.“ Konzipiert wurden die Tafeln von Hans Gützlaff, Geschäftsführer vom Medienhaus Baden-Baden, der gestern im Kurzdurchlauf auf einige Besonderheiten des heute als Reinhard-Fieser-Brücke bekannten Bauwerks einging. Ölbrücke wurde sie ursprünglich genannt, ist in den Flyern zu lesen, die an der Brücke ausgelegt werden sollen. Später war sie auch als Schieß- und Schützenbrücke bekannt, ehe sie im 19. Jahrhundert als Promenade-Brücke und Englische-Hof-Brücke (nach dem gleichnamigen Hotel) bezeichnet wurde. Später wurde sie nach dem badischen Großherzog Leopoldsbrücke genannt, 1928 wurde dann der langjährige Oberbürgermeister Reinhard Fieser Namenspatron. Doch nicht nur Namen spielten eine Rolle, sondern auch Hochwasser. 1825 wurde die „steinerne Schießbrücke“ fortgespült. Und 1890 wurde unter dem Bachbett der Oos eine Kanalisation verlegt, erläuterte Gützlaff. Auch ein „Theatergleis“ führte einst die Straßenbahn über die Brücke, deren Breite über die Jahrzehnte immer weiter zugenommen hat – von zwölf Metern im Jahr 1825 auf heute 37 Meter.

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Erstellt:
17. März 2020, 23:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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