Corona bringt Stadt in dramatische finanzielle Schieflage

Baden-Baden (hol) – Stadtkämmerer Thomas Eibl geht wegen der Corona-Pandemie von Mehrausgaben und fehlenden Einnahmen in Höhe von 25 Millionen Euro aus. Die bisher aus dem Landeshilfsfonds erhaltenen 465000 Euro decken „bei Weitem nicht die Erwartungen, die geweckt wurden“, so Eibl.

Ein Foto aus besseren Tagen. Derzeit bleiben Touristen coronabedingt aus.  Symbolfoto: Ebersbach

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Ein Foto aus besseren Tagen. Derzeit bleiben Touristen coronabedingt aus. Symbolfoto: Ebersbach

Von Harald Holzmann

Wegen der Corona-Krise kommen auf die Stadt finanzielle Probleme in ungeahntem Ausmaß zu. Darauf machte Stadtkämmerer Thomas Eibl am Montag, 27. April, im Gemeinderat aufmerksam. Ob das Finanzloch durch Kredite ausgeglichen werden darf, ist zudem noch fraglich.
Schon jetzt verzeichnet die Stadtkasse neun Millionen Euro geringere Einnahmen bei der Gewerbesteuer. Die Rückgänge bei der Kurtaxe sowie bei der Vergnügungssteuer lägen bei jeweils 300000 Euro – „Stand jetzt“, wie Eibl betonte, „wir sprechen nicht vom Jahresergebnis. Defizite erwarten wir auch im Kongresshaus, beim Festspielhaus, bei der Euraka und beim Nahverkehr“, zählte Eibl auf. Vom Land sei bisher eine erste Abschlagszahlung aus dem Hilfsfonds über 465000 Euro gekommen. Die Zahlung aus Stuttgart „deckt bei Weitem nicht die Erwartungen, die geweckt wurden“, so der Kämmerer.

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Erstellt:
29. April 2020, 11:00 Uhr
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