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Covid-19 weiter auf dem Rückzug

Baden-Baden (nof) – Die Tatsache, dass die Stadtverwaltung am Mittwoch zu der vorerst letzten wöchentlichen Corona-Pressekonferenz eingeladen hatte, zeigt: Die Pandemie flacht ab. Die Kurstadt kann Stück für Stück zur Normalität zurückkehren.

Die Bäder werden vorbereitet: Aber eine generelle Freigabe der Landesregierung gibt es noch nicht. Foto: Philipp/Archiv

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Die Bäder werden vorbereitet: Aber eine generelle Freigabe der Landesregierung gibt es noch nicht. Foto: Philipp/Archiv

„Der Trend der letzten Wochen setzt sich fort, wir haben seit sechs Tagen keine Covid-19-Neuinfektionen mehr gehabt“, sagte Maximilian Lipp, Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit. Es gebe nun eine gewisse Stabilität. Natürlich stellten die Zahlen nur eine Momentaufnahme dar, „aber damit laufen wir nicht Gefahr, einen neuen Lockdown anordnen zu müssen“. Die Isolierstation im Heitzenacker sei mittlerweile nicht mehr belegt und nur noch im Bereitschaftsmodus. Begonnen habe man mit einer flächendeckenden Covid-19-Testung in den Altenheimen – natürlich auf freiwilliger Basis, wie Oberbürgermeisterin Margret Mergen betonte. „Die Ergebnisse sind erfreulich, in zwei Heimen waren alle Tests negativ“, sagte Bürgermeister Roland Kaiser. „Für eines liegen die Ergebnisse noch nicht vor.“

Es gebe auch keine Auffälligkeiten in den Flüchtlingsunterkünften. Eine frühe Sensibilisierung in mehreren Sprachen habe sich da bewährt, so Kaiser. Er geht davon aus, dass eine Flüchtlingsbetreuung durch Ehrenamtliche nach Pfingsten wieder anlaufen kann. Auch bei der Betreuung in Schulen und Kindertagesstätten könnte nach seiner Einschätzung nach den Pfingstferien eine weitere Lockerung durch die Landesregierung anstehen, sagte Kaiser. Die Notfallbetreuung gelte im Moment für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen, Kinder mit besonderem Förderbedarf und sei auf 50 Prozent der sonst zugelassenen Gruppenstärke erweitert worden, sodass zum Teil auch Vorschulkinder aufgenommen werden könnten. Die Entscheidung liege bei den jeweiligen Kita-Leitungen. Es gebe verstärkt Anfragen von Eltern. Auch OB Mergen berichtete von Gesprächen mit Eltern, denen die Kraft ausgehe, Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen.

Auch sie hoffe auf eine baldige Rückkehr zu einem geordneten Kita- und Schulbetrieb. Für die Pfingstferien werde jetzt erstmal an einer Notversorgung für Schüler gearbeitet, sagte Kaiser. Es gebe bislang aber auch nur wenige Vormerkungen.

In seiner Bilanz über die Arbeit des Katastrophenschutz-Verwaltungsstabes nach fast drei Monaten Corona-Ausnahmezustand verwies Fachbereichsleiter Lipp auf 636 erlassene Quarantäneverfügungen und 13 Anträge auf Anordnung freiheitsentziehender Maßnahmen. „Das sind ganz beachtliche Zahlen.“

Eine hoffnungsvolle Botschaft brachte Bürgermeister Alexander Uhlig mit. „Die städtischen Bäder sind startklar.“ Das heißt, die Stadtverwaltung hat den Glauben daran, dass die Landesregierung einer Öffnung in diesem Sommer noch zustimmt, noch nicht aufgegeben.

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Erstellt:
22. Mai 2020, 16:09 Uhr
Lesedauer:
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