Das „grüne Pfefferl“ ist jetzt ein Badener

Baden-Baden (hol) – Gut 2.800 junge Österreicher haben vor sieben Jahren in Baden-Baden eine neue Heimat gefunden. An zwei Hängen in sonniger Aussichtslage oberhalb von Lichtental haben sie damals ein schönes Plätzchen bezogen. Die Rede ist von den Grünen Veltlinerreben, die Winzer Heinz Knapp 2013 im Rahmen eines Pilotprojekts nach Deutschland importiert hat. Die Versuchsphase ist nun vorbei: Aus den Österreichern sind fast waschechte Badener geworden.

Heinz Knapp zwischen den Veltliner-Reben in Aussichtslage: Die eingebürgerten Österreicher kommen mit heißen Sommern ebenso zurecht wie mit verregneten Tagen.  Fotos: Holzmann

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Heinz Knapp zwischen den Veltliner-Reben in Aussichtslage: Die eingebürgerten Österreicher kommen mit heißen Sommern ebenso zurecht wie mit verregneten Tagen. Fotos: Holzmann

Von Harald Holzmann

Der Jahrgang 2018 ist der erste gewesen, den Knapp, der sechs Hektar städtischer Rebfläche oberhalb von Lichtental bewirtschaftet, ohne den Zusatzvermerk „Aus Versuchsanbau“ auf dem Flaschenetikett vermarkten durfte. Auch der 2019er, der in diesen Tagen abgefüllt und verpackt wird, kommt ohne diesen Vermerk aus. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Architekt im Ruhestand jetzt vom Regierungspräsidium Karlsruhe die offizielle Zulassung hat, diese eigentlich nicht in Baden zugelassene Rebsorte ohne Einschränkungen anzupflanzen und den Wein zu vermarkten. „Als einziger Winzer in Baden“, wie Knapp nicht ohne Stolz anmerkt.

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