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Neues Büro für Frank Marrenbach

Baden-Baden (vr) – Für Frank Marrenbach begann das neue Jahr mit einem Umzug. Am 3.Januar bezog er im Palais Biron sein Büro. Seither konzentriert er sich auf das Management der unter dem Dach der Oetker-Gruppe betriebenen neun Grandhotels.

Frank Marrenbach hat zum Jahreswechsel seinen neuen Arbeitsplatz im Palais Biron bezogen.Foto: Rechel

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Frank Marrenbach hat zum Jahreswechsel seinen neuen Arbeitsplatz im Palais Biron bezogen.Foto: Rechel

Dazu gehört auch das Brenners Park-Hotel, dessen Chef er bis Ende 2019 war. Der 1966 in Obladen bei Leverkusen geborene Westfale wusste nach seinem Abitur nicht so recht, was er werden wollte. Sein Vater, Vertriebsleiter in einem Düsseldorfer Unternehmen, hatte zu ihm und seinem jüngeren Bruder Jörg immer gesagt: „Die Zukunft gehört der Dienstleistung im Hotel oder in der Bank.“ Frank Marrenbach entschied sich für die Hotellerie. „Die Eleganz in der Lobby eines Tophotels gefiel mir besser als der Kassenraum einer Bank“, erklärt er schmunzelnd. Zunächst ging er allerdings zur Bundeswehr, und zwar zum Entsetzen seiner Mutter zu den Fallschirmjägern. Doch egal, was er machte, er konnte sich der vollen Unterstützung seiner Eltern sicher sein. „Mein Bruder und ich hatten eine lebensbejahende und weltoffene Kindheit. Das hat uns sehr geprägt.“

Bei der Bundeswehr habe er viel Positives gelernt, aber auch festgestellt, was er vermisst habe. So fehlte ihm beispielsweise der respektvolle Ton im Umgang mit Untergebenen. Positiv fand er den tollen Teamgeist unter seinesgleichen und dass man sich gegenseitig vertrauen konnte. „In der Schulzeit hat man die maximale Verantwortung für sich selbst, später auch für andere, vor allem bei nicht ganz ungefährlichen Aktivitäten wie dem Fallschirmspringen.“ Außerdem habe er Disziplin gelernt und die Zähne zusammenzubeißen. „Wenn ich entscheiden könnte, würde ich dafür plädieren, dass junge Männer und Frauen ein Pflichtjahr im Sozial- oder Wehrdienst absolvieren“, sagt er.

Ausbildung bei Steigenberger

Nach der Bundeswehr begann er eine kaufmännische Ausbildung im „Steigenberger Parkhotel“ in Düsseldorf. Von da aus führte ihn seine berufliche Laufbahn über die renommierten Luxushotels „The Berkeley“ in London, „Hôtel de Crillon“ in Paris und den „Steigenberger Frankfurter Hof“ in das „Gästehaus Petersberg“ in Königswinter. Dort nahm der junge, aufsteigende Stern am Hotellerie-Himmel, gerade mit dem Egon-Steigenberger-Preis ausgezeichnet, 1994 die Position des stellvertretenden Direktors ein. Drei Jahre später kam Marrenbach in entsprechender Mission ins „Brenners Park-Hotel & Spa“ und wurde dort 2000 geschäftsführender Direktor. Berufsbegleitend bildete er sich zum Hotelbetriebswirt weiter und machte seinen Bachelor in Betriebswirtschaft.

„Da ich schon früh Führungsverantwortung hatte, konnte ich im jeweiligen Team für Respekt und Loyalität sorgen“, betont er. Marrenbach ist fest davon überzeugt, dass nur ein werthaltiges Umfeld die Mitarbeiter zu Spitzenleistungen motiviert. „Die Arbeitsstätte muss nicht nur die Stätte des Broterwerbs sein, sondern auch ein geistiges Zuhause.“ Für ihn selbst ist es enorm wichtig, einen Sinn in seiner Arbeit zu sehen. „Schließlich verbringen wir die Hälfte unseres Lebens im Job.“ Sein Antrieb sei immer gewesen, der Erste zu sein. Deshalb wünsche er sich schon in der Schule den positiven Blick auf Leistung. Natürlich könne nicht jeder der erste sein, aber jeder könne versuchen, das Beste aus sich herauszuholen.

Auf dem Mountainbike aktiv

Bestes Beispiel ist er selbst, wenn er mit seinem Mountainbike die Gipfelhöhen des Schwarzwaldes erklimmt. „Es ist zwar furchtbar anstrengend, aber das Hochgefühl, wenn man es geschafft hat und der traumhafte Blick ins Tal entschädigen für alle Mühen.“ Dieses Beispiel lasse sich auf die unterschiedlichsten Lebenssituationen übertragen. „Ein Grand Hotel muss ein Ort der Kultur sein, und zwar nicht nur im Sinn von Wahrung der Tradition, sondern auch im Umgang miteinander.“ In seiner neuen Position behalte er auch das Wohl des Brenners im Auge, nur nicht mehr als Gastgeber.

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Erstellt:
8. Januar 2020, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

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