Baden-Badener Impfarzt versteht die Welt nicht mehr

Baden-Baden (BNN) – Vor den Kopf gestoßen fühlt sich Mediziner Egon Burg: Der Hausverwalter setzt den Arzt vor die Tür, da er das Treppenhaus im „Haus Victoria“ als Wartebereich für Impfwillige nutze.

Der Allgemeinmediziner Egon Burg versteht die Welt nicht mehr: Der Hausverwalter hat das langjährige Mietverhältnis nicht verlängert und dem Mediziner gekündigt. Foto: Ralf Joachim Kraft

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Der Allgemeinmediziner Egon Burg versteht die Welt nicht mehr: Der Hausverwalter hat das langjährige Mietverhältnis nicht verlängert und dem Mediziner gekündigt. Foto: Ralf Joachim Kraft

Von Ralf Joachim Kraft

Egon Burg versteht die Welt nicht mehr, was noch milde formuliert ist. Denn der Baden-Badener Allgemeinmediziner ist stinksauer und kann nur noch den Kopf schütteln. Grund: „Der Hausverwalter hat mir erst mit Kündigung gedroht und jetzt das Mietverhältnis zum 15. August 2024 gekündigt“, berichtet der Hausarzt, der seit 14 Jahren seine Praxis im „Haus Victoria“ am Leopoldsplatz hat und seit vielen Monaten auch gegen Corona impft.
„Er hat mich angerufen und mir erklärt, dass ich meine Patienten, die zum Impfen kommen, auf der Straße warten lassen oder alle zusammen in die Praxis nehmen soll. Vor der Tür und im Treppenhaus hätten sie nichts verloren. Das sei kein Wartebereich“, erzählt der Mediziner und präsentiert die Kündigung. In der steht geschrieben: „An der vereinbarten Verlängerung um weitere fünf Jahre haben wir kein Interesse und kündigen daher bereits heute das Mietverhältnis zum Vertragsende.“ Burg hält die Vorwürfe für absurd und in der momentan sehr angespannten Lage für ein völlig falsches Signal.

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Erstellt:
25. November 2021, 06:30 Uhr
Lesedauer:
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