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Europ: Wie lange dudelt das Radio noch?

Baden-Baden (hol) – Kein Grund zur Panik beim Europäischen Hof: Christopher Seagon, Generalbevollmächtigter des Europ-Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung, ist unverändert optimistisch, dass sich ein Investor findet, der den grundlegenden Umbau des traditionsreichen Luxushotels im Herzen der Kurstadt weiter führt und die Nobelherberge dann auch als Fünf-Sterne-Hotel betreibt. Er geht davon aus, dass er Ende März der Öffentlichkeit ein Ergebnis der Investorensuche präsentieren kann. Der drohende Rechtsstreit zwischen dem ursprünglichen russischen Geldgeber und dem Geschäftsführer aus der Schweiz, der das Bauprojekt leitet (wir berichteten), hat darauf nach Seagons Worten keinen Einfluss.

Bis vor kurzem versteckte sich das Hotel hinter Plastikplanen. Der Wintersturm „Sabine“ hat diese zerfetzt. Foto: Zeindler-Efler/Archiv

© MONIKA ZEINDLER-EFLER

Bis vor kurzem versteckte sich das Hotel hinter Plastikplanen. Der Wintersturm „Sabine“ hat diese zerfetzt. Foto: Zeindler-Efler/Archiv

Von Harald Holzmann

Im obersten Stockwerk im Europäischen Hof dudelt ein altes Radio. Es beschallt die menschenleere Baustelle im Herzen der Kurstadt rund um die Uhr mit Hits von SWR3. „Das vertreibt die Tauben, solange hier die Arbeit ruht“, sagt Oberbauleiter Hans Sehlinger und lacht. „Davon hatten wir hunderte.“ Christopher Seagon, Generalbevollmächtigter des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung, ist aber optimistisch, dass bald wieder Handwerker für Leben auf der Baustelle sorgen und das Radio dann nur die Begleitmusik liefert. Er rechnet damit, dass Ende März feststeht, welcher Investor das Projekt übernimmt.
„Mehrere namhafte Investoren“ hätten sich um das Projekt beworben, sagt Seagon. „Es war eine sehr große Liste, die wir nun auf eine gute Zahl verdichtet haben.“ Alle diese Investoren seien in der Realisierung von Großprojekten und im Betrieb von Hotels erfahren. Er sei zuversichtlich und zufrieden damit, wie der Prozess vorankomme. „Deshalb gehe ich nach wie vor davon aus, dass wir im ersten Quartal eine Entscheidung hinbekommen.“

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Erstellt:
14. Februar 2020, 01:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 09sec

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