Fahrscheinverkauf in der Kritik

Baden-Baden (red) – Stadtrat Werner Henn (SPD) und die Fraktion Freie Bürger für Baden-Baden (FBB) kritisieren den Fahrscheinverkauf für Busfahrgäste in Zeiten der Corona-Krise.

Busfahrer dürfen derzeit keine Fahrscheine verkaufen. In einigen Stadtteilen gibt es aber keine Fahrscheinautomaten. Symbolfoto: Arno Burgi/dpa

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Busfahrer dürfen derzeit keine Fahrscheine verkaufen. In einigen Stadtteilen gibt es aber keine Fahrscheinautomaten. Symbolfoto: Arno Burgi/dpa

In einem Schreiben an Oberbürgermeisterin Margret Mergen verweist die FBB auf die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in den Bussen. „Der Ein- und Ausstieg soll weiterhin nur an den hinteren Türen möglich sein. Der vordere Einstieg bleibt geschlossen und das Verkaufen von Tickets beim Fahrer ist untersagt. Die Fahrscheinpflicht bleibt jedoch bestehen und es wird auf die Automaten und die Ticket-App ,KVV Mobil’ verwiesen“, heißt es in der Mitteilung.

Leider gebe es nach Aussagen von Bürgern aus Sandweier im ganzen Ort keinen Ticketautomaten mehr. Und nicht jeder habe das technische Verständnis, diese App zu bedienen. Den Bürgern aus Sandweier bleibe also nur, „mit dem Fahrrad oder dem Auto nach Oos zu fahren, um dort ein Ticket zu kaufen“. Stadtrat Tommy Schindler (FBB) beantragt, dass „zumindest in Sandweier wieder Tickets beim Busfahrer gelöst werden können“. Stadtrat Werner Henn macht derweil darauf aufmerksam, dass die Problematik auch in anderen Stadtteilen (Rebland, Haueneberstein oder Ebersteinburg) bestehe und fordert eine schnelle Lösung.

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Erstellt:
5. Mai 2020, 12:00 Uhr
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