Film aus Hospiz Kafarnaum erhält Preis

Baden-Baden (red) – Eine Fernsehreportage aus dem Hospiz Kafarnaum in Ebersteinburg hat einen Kommunikationspreis erhalten. Der Film wurde sit in der ZDF-Reihe „37 Grad“ entstanden.

Andrea Schramm und Jana Matthes bei der Preisverleihung zum Kommunikationspreis. Foto: Valentin Sippe/Deutsche PalliativStiftung)

Andrea Schramm und Jana Matthes bei der Preisverleihung zum Kommunikationspreis. Foto: Valentin Sippe/Deutsche PalliativStiftung)

„Der Geschmack von Leben: Die Köchin, das Hospiz und ein gutes Ende“ wurde damit von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin & Deutsche PalliativStiftung mit dem Kommunikationspreis 2020 gewürdigt. Gedreht wurde der Beitrag von den Filmemacherinnen Andrea Schramm und Jana Matthes.

Über mehrere Monate hinweg hatten sie die Arbeit von drei Mitarbeiterinnen aus dem Hospiz Kafarnaum filmisch begleitet - der Wünscheerfüllerin Christiane Stangier, die Sterbenden Essenswünsche erfüllt, der Pflegekraft Filomena Strolz und der Ehrenamtlichen Bea Hammer – drei starke Frauen, die den Alltag im Hospiz zeigen.

„Es ist ein Film gelungen, der Hoffnung und Zuversicht vermittelt, Ängste nimmt und unsentimental, doch in Verbundenheit, Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet.“, so Hansjürgen Schnurr, Kaufmännischer Leiter des Hospizes Kafarnaum in Baden-Baden Ebersteinburg, der den 28-minütigen Film für den Kommunikationspreis vorgeschlagen hatte.

Film- und Hospizteam waren über sechs Monate immer wieder zusammen gekommen. Entsprechend war die Preview des Films im Februar letzten Jahres in einem Baden-Badener Kinosaal „eher eine Art großes Familientreffen“ gewesen (wir berichteten), bei dem Geschichten des Lebens gezeigt und erzählt wurden. Die respektvolle Arbeitsweise hatte Schnurr sehr beindruckt: Andrea Schramm sei auf das Hospiz zugekommen, habe Briefe verteilt und geduldig ein Vierteljahr gewartet, bis sich zwei Hospizgäste zur Mitwirkung bereit erklärt hätten.

Eine qualitativ hochwertige Medien- und Öffentlichkeitsarbeit zu hospizlich-palliativen Themen zu fördern, ist das Ziel des erstmals 2018 unter der Schirmherrschaft von Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgeschriebenen Kommunikationspreises. Dafür hatte die Deutsche PalliativStiftung (DPS) zum zweiten Mal ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung gestellt.

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