Förderung für praxisorientierten Chemie-Unterricht in Sinzheim

Sinzheim (red) – Die Lothar-von-Kübel-Realschule arbeitet mit dem Verband der Chemischen Industrie zusammen. Jetzt gab es wieder 1.500 Euro vom Branchen-Fonds.

Symbolische Geldübergabe: Ralf Müller, Geschäftsführer Chemie.BW, Fachlehrer Philipp Weber und Schulleiter Christoph Hagel (von links).  Foto: Chemie.BW

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Symbolische Geldübergabe: Ralf Müller, Geschäftsführer Chemie.BW, Fachlehrer Philipp Weber und Schulleiter Christoph Hagel (von links). Foto: Chemie.BW

Im Chemie-Unterricht wird Experimentieren wieder großgeschrieben: Um dies umsetzen zu können, unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) nun mit 1.500 Euro die Lothar-von-Kübel-Realschule in Sinzheim. Mit eigenen Versuchen verstehen Schüler Zusammenhänge leichter und lernen so besser, ist die Chemie.BW, also die Verbände der Chemie- und Pharmaindustrie in Baden-Württemberg, in ihrer Mitteilung überzeugt.
Mit der Summe werden Materialien für computergestützte Experimente mit einem Messwerterfassungssystem angeschafft. Fachlehrer Philipp Weber und Schulleiter Christoph Hagel nahmen vor dem Schulgebäude von Ralf Müller, Geschäftsführer bei Chemie.BW, die Förderung symbolisch entgegen: Müller übergab den „Chemie-Förderkolben“.

Für ihn ist praktisches Arbeiten im Chemie-Unterricht besonders wichtig: „Die Begeisterung für die Naturwissenschaften weckt man bei Kindern und Jugendlichen am besten, wenn sie selbst experimentieren können. Die Lothar-von-Kübel-Realschule bietet dafür sehr gute Rahmenbedingungen. Ich bin mir sicher, unsere Förderung unterstützt die bestehenden Projekte und Ideen ideal.“ Die chemische Industrie bietet Jugendlichen eine spannende berufliche Perspektive, unterstrich Müller. In den Unternehmen brauche man insbesondere Nachwuchs, der sich für Chemie, Biologie und Physik interessiert und motiviert ist. Eine moderne und zeitgemäße Ausstattung an den Schulen ist dabei eine wichtige Grundvoraussetzung für eine Ausbildung in den klassischen Chemie-Berufen später in den Unternehmen.

Die geförderten Geräte sind hier ein gutes Beispiel: Durch das computerunterstützte Experimentieren mit einem Messwerterfassungssystem eröffnen sich neue Möglichkeiten im Chemieunterricht. So kann beispielsweise die Konzentration von Säuren oder Basen in einer Reinstoff-Lösung gemessen werden. Die Messdaten werden dann direkt an die Taschenrechner der Schüler übertragen.

Der FCI hat die Lothar-von-Kübel-Realschule auch in den vergangenen Jahren unterstützt. Insgesamt wurden dort bis jetzt 4.500 Euro in den naturwissenschaftlichen Unterricht investiert. Chemie.BW fördert mit dem Dialog „Schule – Chemie“ zusätzlich die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen, wird in der Mitteilung erläutert. Dabei stehen Themen wie Sicherheitsaspekte im naturwissenschaftlichen Unterricht und die berufliche Orientierung im Mittelpunkt. In den Verbänden der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Baden-Württemberg sind derzeit insgesamt 473 Mitgliedsunternehmen mit 107.800 Beschäftigten organisiert.

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Erstellt:
15. Oktober 2020, 14:00 Uhr
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