Freie Bürger sammeln 28 900 Euro für goldene Kuppel

Baden-Baden (red) – Damit die Kuppel der Stourdza-Kapelle wie einst bald wieder golden glänzen kann, haben die Freien Bürger für Baden-Baden (FBB) bereits fast 30000 Euro gesammelt.

Golden soll die Kuppel wieder glänzen. Doch das kostet viel Geld.Foto: Stadt Baden-Baden

Golden soll die Kuppel wieder glänzen. Doch das kostet viel Geld.Foto: Stadt Baden-Baden

Von BT

Die Wählervereinigung Freie Bürger für Baden-Baden (FBB) hat ihre Mitglieder, Förderer und Freunde mobilisiert, für die Vergoldung der Kuppel der Stourdza-Kapelle Spenden an die Stadt zu überweisen. In wenigen Tagen haben sie Spenden in Höhe von 28 900 Euro aufgebracht, heißt es in einer Pressemitteilung. 18 900 Euro sind demnach bis gestern Mittag an die Stadtkasse überwiesen worden. In Höhe von 10 000 Euro wurden Vergoldungs-Arbeitsleistungen zugesagt. Die Stourdza-Kapelle stellt ein prächtiges Kulturdenkmal dar. Bis 1918 strahlte die vergoldete Kuppel weit ins Land. Dann wurde das Edelmetall der Kuppel zu Kriegszwecken vom Reichskriegsministerium entwendet und durch Blech ersetzt, schreibt die FBB in ihrer Mitteilung.

Geraubtes Gold für den Krieg: „Die wiederhergestellte goldene Kuppel soll auch für Frieden und Toleranz in unserer Stadt stehen“, betont FBB-Vorsitzender und Stadtrat Prof. Heinrich Liesen, der die Spendenaktion koordiniert: „Erneut ein Blechdach darauf zu setzen, wie aus Kostengründen angedacht, würde weder diesem Denkmal noch dem Stadtbild und unserem Ansinnen, Weltkulturerbe zu werden, gerecht.“ Diese Summe in nur vier Tagen zu mobilisieren, zeige, „welche Verantwortung unsere Baden-Badener für unser kulturelles Erbe spüren“, so Liesen weiter.

Er weist auf die günstige Situation hin: Das für die Sanierung des Dachstuhls der Kapelle aufgestellte Gerüst kann für die Vergoldung der Kuppel genutzt werden.

Rund 40 000 Euro fehlen noch

Dennoch: Allein die Kosten für das benötigte Gold belaufen sich auf rund 70 000 Euro. Die FBB habe in einem gesonderten Schreiben auch die anderen Fraktionen zu einer Spenden-Initiative aufgerufen, um die restlichen Mittel – rund 40 000 Euro – aufzubringen. Bei der Stourdza-Kapelle handelt es sich um die Grabkapelle der rumänischen Fürstenfamilie Stourdza, die über Paris nach Baden-Baden kam. Fürst Mihail Stourdza, der acht Sprachen sprach und für seine Bildung bekannt war, ließ nach dem unerwartet frühen Tod seines Sohnes Michael die Kapelle auf dem Michaelsberg bauen. Michael war erst 17 Jahre alt, als er 1863 starb. 1923 übereignete die Familie Stourdza die Kapelle mit dem Gelände des Michaelsbergs der Stadt Baden-Baden. Ferner eine beträchtliche Geldsumme mit der Auflage, die Kapelle zu erhalten und zu pflegen.

Weitere Sponsoren gesucht

Die Sanierung des Dachstuhls der Kapelle war wesentlich teurer als geplant. „Deshalb erwartet die Oberbürgermeisterin Margret Mergen für die Vergoldung eine Finanzierung durch Sponsoren“, so die FBB: Von den kalkulierten Kosten von 95 000 bis 100 000 Euro solle ein Beitrag von rund 70 000 Euro über Spenden aufgebracht werden. Wer mithelfen möchte, dass die Stourdza-Kuppel bald wieder golden glänzt, kann noch spenden an:Stadt Baden-Baden, IBAN: DE25662500300000 010868, Sparkasse Baden-Baden/Gaggenau, Verwendungszweck: Spende Vergoldung Stourdza-Kapelle. Diese Spenden sind laut Mitteilung ausschließlich für die Vergoldung der Stourdza-Kapelle gedacht. „Falls bis Ende März nicht ausreichend Spendengelder zusammenkommen und die Vergoldung nicht realisiert werden kann, werden die gespendeten Beträge von der Stadt zurücküberwiesen.“

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Erstellt:
26. Februar 2020, 19:00 Uhr
Lesedauer:
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