Gruppenvergewaltigung: Prozess beginnt in Baden-Baden

Baden-Baden (red) - In Baden-Baden hat am Mittwoch der Prozess gegen den früheren Leiter einer Pfadfindergruppe begonnen. Er soll Kinder und Jugendliche zu einer Gruppenvergewaltigung genötigt haben.

Gegen den heute 64-Jährigen erhebt die Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe. Foto: Nico Fricke

Gegen den heute 64-Jährigen erhebt die Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe. Foto: Nico Fricke

Der Prozess startete um 9 Uhr im Landgericht in Baden-Baden. Das Medieninteresse war groß. Auch das BT ist vor Ort und wird über die Verhandlung berichten. Es sind vier Prozesstage angesetzt; 24 Zeugen sollen gehört werden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 64-Jährigen vor, als erwachsener Leiter einer Pfadfindergruppe in Baden-Baden mehrere Kinder bzw. Jugendliche seiner Gruppe zu der Tat genötigt zu haben.

Das Opfer, ein damals sieben bis elfjähriges Mädchen, wurde demnach gefesselt und vergewaltigt. Die Beteiligten habe er anschließend durch „Pfadfinderschwur“ genötigt, niemanden von dem Geschehen zu berichten. Die Tat soll zu einem jetzt nicht mehr näher feststellbaren Zeitpunkt zwischen 1983 und 1987 stattgefunden haben.

Angeklagter schweigt

Der Angeklagte, ein Mann aus Baden-Baden-Baden, sagt nichts zu Vorwürfen und persönlicher Situation. Er hat schon 2000 einen einschlägigen Strafbefehl wegen Kindesmissbrauch erhalten. Heute Nachmittag werden Zeugen befragt.

Eine ausführliche Berichterstattung können Sie auch in der Donnerstagsausgabe des Badischen Tagblatts und ab Donnerstagmorgen, 4 Uhr, im E-Paper lesen.

Zur Vorgeschichte:

Prozess: Gruppenvergewaltigung bei Pfadfindern in Baden-Baden

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Erstellt:
30. September 2020, 10:55 Uhr
Aktualisiert:
30. September 2020, 13:06 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 32sec

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