Lange Trockenheit gefährdet Amphibien

Baden-Baden (up) – Der Biologe und NABU-Referent Martin Klatt sieht die Situation auch nach Feuerwehreinsätzen in der Region zur Bewässerung der Natur noch immer kritisch. Vor allem die Kreuzkröte sei durch die lang anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen gefährdet.

Martin Klatt vom NABU im Gewann Kreuzäcker: Dort hat die Trockenheit der vergangenen Wochen unter anderem Amphibien geschadet. Foto: Philipp

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Martin Klatt vom NABU im Gewann Kreuzäcker: Dort hat die Trockenheit der vergangenen Wochen unter anderem Amphibien geschadet. Foto: Philipp

Von Ulrich Philipp

Die Feuerwehr war in den vergangenen Wochen verstärkt im Einsatz für die Natur. In Haueneberstein wurden im Naturdenkmal Kreuzäcker mehrmals Gräben bewässert, um darin lebende Amphibien, vor allem die Kreuzkröte, vor der Austrocknung zu schützen. Insgesamt wurden mehr als 80000 Liter Wasser eingelassen und so das Überleben der Tiere gesichert. Was bedeutet die Trockenheit für die Natur? Antworten darauf gibt Martin Klatt, Biologe und Referent des Naturschutzbundes (NABU) in der Region.
Das Problem ist nicht auf die Kurstadt begrenzt: Zwei weitere Einsätze fuhren die Feuerwehren aus den gleichen Gründen in Gaggenau am Waldseebad und in der Gartenanlage von Schloss Favorite. Durchschnittlich fielen im April in Deutschland 17 Liter Regen pro Quadratmeter, in den vergangenen Jahren waren es 58 Liter. Gleichzeitig verdunsteten durch den lang anhaltenden Sonnenschein und teilweise starken Wind etwa sechs Liter pro Quadratmeter. Die Folge sind extrem trockene obere Bodenschichten.

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Erstellt:
6. Mai 2020, 11:20 Uhr
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