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Mit dem Licht Jesu die Welt erhellen

Baden-Baden (up) – Die evangelische Friedensgemeinde hat am Dreikönigstag ihren neuen Pfarrer Arno Knebel in sein Amt eingeführt. Das Gotteshaus in der Schwarzwaldstraße war voll besetzt.

Pfarrer Arno Knebel (rechts) bekommt von Dekan Thomas Jammerthal seine Berufungsurkunde überreicht. Foto: Philipp

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Pfarrer Arno Knebel (rechts) bekommt von Dekan Thomas Jammerthal seine Berufungsurkunde überreicht. Foto: Philipp

Die evangelische Friedensgemeinde hat am Dreikönigstag ihren neuen Pfarrer Arno Knebel feierlich in sein Amt eingeführt. Das Gotteshaus in der Schwarzwaldstraße war voll besetzt, viele Gläubige wollten an der Feier teilnehmen, in der zunächst Dekan Thomas Jammerthal die Anwesenden begrüßte

Pfarrer Knebel habe den Tag seiner offiziellen Einsetzung ganz bewusst auf Epiphanias gelegt, wie der 6. Januar im Kirchenkalender bezeichnet wird, erklärte der Dekan. Epiphanias erinnert an den Tag des Besuches der Weisen aus dem Morgenland an der Krippe Jesu und damit an dessen Erscheinen in der Welt. „Die finstere Zeit vergeht, und das wahre Licht scheint schon“, erklärte Jammerthal die theologische Symbolik und ging auf die bisherige berufliche Laufbahn Knebels ein, der unter anderem als Krankenhausseelsorger und Flüchtlingsbeauftragter tätig war. Nach der rituellen Aufnahme Knebels in die Pfarrgemeinde, bei der sich deren Älteste im Kreis um ihn herum aufstellten, überreichte ihm Jammerthal seine offizielle Berufungsurkunde.

Für ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis sorgte Johannes Hustedt, der zunächst auf einer norwegischen Obertonflöte Improvisationen zu Gehör brachte und danach auf seiner Altquerflöte das Stück „Sarabande“ von Johann Sebastian Bach. Viele Gläubige lauschten der berührenden Musik mit geschlossenen Augen.

Miteinander füreinander tätig werden

Pfarrer Knebel erklärte anschließend in seiner ersten Predigt, er träume davon, dass Menschen miteinander füreinander tätig werden, dann leuchte das Licht Jesu in die Welt. Dass die Gesangbücher nur spärlich ausgegeben worden seien, habe den Sinn, dass man beim Singen näher zusammenrücken müsse. „Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben“, zitierte der Pfarrer den früheren US-amerikanischen Präsidenten Theodor Roosevelt. Orientalisch mutete dann das traditionelle persische Musikstück „Shur“ an, das Knebels Lebensgefährtin, Ulrike Gröhl (Gitarre), der kubanische Gitarrist Emilio Padron und der iranischen Flötist Sascha Motaghi darboten.

Unter den zahlreichen Verkündern von Grußworten waren der katholische Pfarrer Michael Zimmer, der eine gute ökumenische Zusammenarbeit anregte, und Pfarrerin Anke Mühlenberg-Knebel, die Schwester Arno Knebels, die aus Emmerich am Niederrhein angereist war. Das theologische Interesse ihres Bruders sei möglicherweise bereits in seiner Kindheit bei einem Gottesdienstbesuch an Heiligabend entzündet worden, berichtete sie. Der damals predigende Pfarrer habe dabei die provokative, theologische These aufgestellt, Weihnachten finde diesmal nicht statt, wohl um die Menschen zum Nachdenken anzuregen. Die Aussicht, eine erhoffte Spielzeugeisenbahn deshalb nicht zu bekommen, habe ihren Bruder nachhaltig verunsichert, erklärte Mühlenberg-Knebel. Umso größer sei später seine Freude gewesen, die Geschenke doch zu bekommen. „Sie können sicher sein“, so Mühlenberg-Knebel an die Gläubigen gewandt, „mein Bruder wird in seinen Predigten niemals sagen, Weihnachten finde nicht statt“. Sie löste damit herzliche Heiterkeit aus.

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Erstellt:
8. Januar 2020, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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