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Morgenkonzert in Bernharduskirche gut besucht

Baden-Baden (co) – Auch das zweite kleine Morgenkonzert in der Reihe „Orgelmusik zur Marktzeit“ in der Bernharduskirche war gut besucht.

Organist Uwe Serr und Anette Konrad musizieren in der Bernharduskirche in der Weststadt. Foto: Hecker-Stock

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Organist Uwe Serr und Anette Konrad musizieren in der Bernharduskirche in der Weststadt. Foto: Hecker-Stock

Gemeinsam mit Organist Uwe Serr konzertierte diesmal die Soloklarinettistin der Philharmonie Baden-Baden, Anette Konrad. Anlass der sehr gut angenommenen Reihe am Samstagmorgen, zur besten Zeit des Wochenmarkts auf dem Bernhardusplatz, war die Wiederöffnung der Gotteshäuser nach wochenlanger Schließung wegen Corona.

„Endlich können wir wieder Live-Musik anbieten, die Abstandsregelung ist in unserer großen Kirche ja kein Problem“, freute sich Organist Uwe Serr. Dank seiner guten Kontakte zu den Musikern der Philharmonie über diverse gemeinsame Projekte hatte er einige von ihnen angesprochen, und sie waren sofort Feuer und Flamme. Jetzt nehmen zumindest bis Pfingsten, wenn es weiter so gut läuft, auch darüber hinaus, einzelne Solisten in wechselnder Folge an diesen Morgenkonzerten teil. Auch ihnen ist die Freude und regelrechte Erleichterung anzumerken, endlich wieder auftreten zu können und ihre Musik sprechen zu lassen.

Holger Bronner, Solotrompeter bei der Philharmonie, der bei dem Konzert ebenfalls vorbeischaute, empfand die Kirche als prädestiniert für ein Konzert. „Wir vermissen das Publikum und sind froh über jeden Synergieeffekt, den wir nutzen dürfen“, sprach er seinen Kollegen aus dem Herzen.

Nach dem Auftakt mit dem Allegro maestoso aus Felix Mendelssohn Bartholdys Orgelsonate durch Uwe Serr hatte Anette Konrad weniger bekannte Stücke aus der Romantik für das weitere Programm ausgewählt. Das Larghetto religioso stammt aus der Feder von Oskar Wermann, einem Schüler von Friedrich Wieck, dem Vater von Clara Schumann. Eine ganz wunderbare Musik für diese Morgenstunde in der Kirche bot Cécile Chaminades „Meditation“, sehr melodisch und feinsinnig und von berührender Intensität. Hubert Parrys „Jerusalem“ gilt als heimliche Hymne Englands und wird immer bei den Proms gespielt, der traditionellen Sommerkonzertreihe Londons. Deren klassische Musik erklingt hauptsächlich in der Royal Albert Hall, machte sich aber auch in der Bernharduskirche sehr gut.

Das abschließende „Triptyque“ von Robert Jones, das vor Musikalität geradezu sprühte, hatte Anette Konrad ihrer walisischen Mutter gewidmet. Mit herzlichem Applaus und einer Anerkennung im Spendenkörbchen bedankten sich die Besucher, die sich am kommenden Samstag auf Organist Uwe Serr und den Violinisten der Philharmonie, Leonidas Karampoulat, freuen dürfen.

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Erstellt:
18. Mai 2020, 17:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 04sec

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