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Mundschutz Marke Eigenbau

Baden-Baden (red) – Familie Bleier-Haunß aus Haueneberstein hatte eine kreative Idee. Christine Bleier-Haunß und ihre Töchter nähen Mundschutzmasken, um sich in der wegen des Coronavirus schulfreien Zeit sinnvoll zu beschäftigen.

Mundschutz-Models: Christine Bleier-Haunß und ihre Tochter.  Foto: privat

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Mundschutz-Models: Christine Bleier-Haunß und ihre Tochter. Foto: privat

„Gerne würden wir bei der Aktion mitmachen und hier ist mein Beitrag dazu“: So hat uns BT-Leserin Christine Bleier-Haunß aus Haueneberstein geschrieben. Sie bezieht sich auf den Aufruf „Melden Sie sich mit Ihrer Geschichte“. Die Familie hat in dieser außergewöhnlichen Zeit eine außergewöhnliche Idee entwickelt:
„Die Kinder sind zu Hause und alle Aktivitäten wurden richtigerweise gestoppt. Das ist schon eine Herausforderung, die wir natürlich gerne annehmen, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu stoppen. Ich als Mama von zwei Mädchen im Alter von 14 und elf Jahren bin Fotografin und habe nun gerade keine Aufträge mehr, die Mai-Hochzeiten wurden abgesagt, Neugeborene-, Paar- und Familien-Shootings werden jetzt auch nicht gebucht – das ist ja verständlich. Das ist Glück im Unglück und wir machen das beste daraus.

Wir bleiben vernünftigerweise zu Hause (#wirbleibenzuhause), gehen nur einmal in der Woche Lebensmittel einkaufen und haben alle sozialen Kontakte eingestellt. Das Einkaufen der Großeltern haben wir übernommen und machen das auch gerne, damit ihnen nichts passiert.

Anleitung findet sich im Internet

Da macht man sich Gedanken, wie man die Kids sinnvoll beschäftigen kann: Wir haben uns überlegt, einfach selbst Mundschutzmasken zu nähen. Angeregt wurden wir durch einen Arztbesuch (meine elfjährige Tochter hatte sich am Freitag auf dem Trampolin im Garten den Halswirbel verstaucht und wir mussten zum Arzt). Dort stießen wir natürlich nur auf ,vermummte‘ Angestellte und hatten schon ein schlechtes Gewissen, weil wir völlig ungeschützt dort waren. Also wollten auch wir uns etwas schützen.

Und so ging es los. Zum Glück verfügt die Oma über eine beachtliche Auswahl an Stoffen, die sie uns zur Verfügung gestellt hat. Und ein schlichter Mundschutz lässt sich relativ gut selbst nähen. Noch dazu ist er wasch- und wiederverwendbar und schont somit Ressourcen. Zusammen mit meiner elfjährigen Tochter haben wir einige Mundschutzmasken genäht. Selbst mein Mann ist schon am Bügeleisen gestanden und hat mitgeholfen.

Da wird das Haus zur Nähstube: Bei Familie Bleier-Haunß in Haueneberstein entstehen durch die eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten nun selbst gemachte Mundschutzmasken.  Foto: privat

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Da wird das Haus zur Nähstube: Bei Familie Bleier-Haunß in Haueneberstein entstehen durch die eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten nun selbst gemachte Mundschutzmasken. Foto: privat

Im Handel sind zur Zeit leider keine Mundschutzmasken mehr zu bekommen. Wenn man selbst infiziert sein könnte, ist es sinnvoll, andere durch das Tragen eines Mundschutzes vor einer Infektion zu schützen.

Eine Anleitung zum Selbernähen der Mundschutzmasken gibt es hier.

Coronavirus: Melden Sie sich mit Ihrer Geschichte

Schulen und Kindergärten sind geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, das Vereinsleben kommt zum Erliegen, und in den Supermärkten fehlen Produkte. Die Folgen der Maßnahmen gegen das Coronavirus sind für jeden spürbar.

Das Badische Tagblatt möchte wissen, wie es Ihnen, liebe Leser, in Zeiten des Coronavirus ergeht: Wie organisieren Sie Ihren Alltag zwischen Beruf und Kinderbetreuung? Haben Sie eine Betreuungsalternative gefunden? Wie reagiert Ihr Arbeitgeber? Können Sie von zu Hause aus arbeiten? Und was tun Sie, wenn das nicht möglich ist? Haben sie auch so kreative Ideen wie Familie Bleier-Haunß aus Haueneberstein?

Egal, welche Erfahrungen Sie in dieser Zeit machen: Das Badische Tagblatt interessiert sich dafür. Gerne können Sie uns dazu einen persönlichen Bericht schicken; auch Fotos sind willkommen. Melden Sie sich bei uns per E-Mail an die Adresse redbad@badisches-tagblatt.de und geben Sie dabei bitte auch Ihre Telefonnummer für Rückfragen an.

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Erstellt:
23. März 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 36sec

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